Zu einem Drittel Arzt

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Das Hoyerswerdaer Tageblatt berichtete im März über Tom Karger aus Lauta, der mit einem Hausarzt-Stipendium der KVS Medizin studiert und in der Laubuscher Gemeinschaftspraxis von Dr. Kerstin Rüger und Heiner Münch ein Praktikum absolviert hat.

Lauta. Im Freistaat Sachsen wird die Eröffnung einer Hausarztpraxis in ländlichen Gebieten von der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen (KVS) und den gesetzlichen Krankenkassen neuerdings mit einem Investitionskostenzuschuss von 100 000 Euro gefördert, das sind immerhin 40 000 Euro mehr als bisher.

Dieses zusätzlichen Anreizes hätte es bei Tom Karger aus Lauta nicht bedurft. Der 21-Jährige war sich schon im ersten Semester seines Medizin-Studiums sicher, dass er einmal in seiner Heimat als Hausarzt tätig werden möchte.

Inzwischen befindet sich der junge Mann in seinem dritten Studienjahr an der TU Dresden. Erst unlängst hat er mit dem Physikum – dem ersten von zwei Staatsexamen – eine ganz wichtige Hürde auf dem Weg zum Arzt erfolgreich gemeistert.

Der Weg zum Hausarzt ist aber lang. Nach dem Studium schließt sich eine fünfjährige Facharztausbildung an. Vor 2026 wird es für Tom Karger daher mit einer eigenen Praxis nichts werden.

In die Zukunft blickt er trotzdem voller Optimismus und mit dem ihm eigenen Humor: „Da das Physikum nach zwei Jahren ist, das Studium insgesamt sechs Jahre dauert, kann man sagen, dass ich nun zu einem Drittel Arzt bin ...“ -red-

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