Werkstätten wollen Wäscherei modernisieren

Dienstag, 28. Oktober 2014

In der Werkstätten-Wäscherei arbeiten 27 Mitarbeiter, darunter Frank Kujath, Peter Josephowitz, Sebastian Bohn und Karola Hörnig (von links). Foto: Mirko Kolodziej
In der Werkstätten-Wäscherei arbeiten 27 Mitarbeiter, darunter Frank Kujath, Peter Josephowitz, Sebastian Bohn und Karola Hörnig (von links). Foto: Mirko Kolodziej

Von Mirko Kolodziej

Nachdem die Lausitzer Werkstätten im Mai in Hoyerswerdas Treff 8 ein Service-Center eröffnet haben, ist Geschäftsführer Eckhart Friese zufrieden. „Die Umsatzzahlen sind deutlich gewachsen“, sagt er über den Run auf die Fahrradreparatur.
Man kann am Lipezker Platz aber auch Wäsche zur Reinigung abgeben. Freilich gibt es gegenwärtig eine Unterbrechung dieses Angebotes, denn die Werkstätten planen eine umfassende Modernisierung ihrer Wäscherei.

Vorgesehen ist eine Investition im sechsstelligen Bereich. Die Planer rechnen noch. Der Großteil der Wäscherei stammt aus dem Jahr 1997, als die damaligen Neubauten im Gewerbegebiet Seidewinkel eingeweiht wurden. Nach 17 Jahren sind die Anlagen inzwischen nicht nur unmodern, sondern auch anfällig für Havarien. Der Instandhaltungsaufwand klettert Jahr für Jahr. „Es stand die Alternative, die Wäscherei zu schließen oder richtig zu investieren“, sagt Eckhart Friese.

Zu Ersterem gibt es aus Sicht des Geschäftsführers allerdings keinen Anlass. Die Auftragslage ist nämlich durchaus gut und sie wird es den aktuellen Erwartungen zufolge auch bleiben. Dazu kommt, dass die Werkstätten bereits vor drei Jahren Geld in die sogenannte Finisher-Strecke gesteckt haben, wo Wäsche unter anderem getrocknet, gebügelt oder zusammengelegt wird. „Das hat sich auch gelohnt“, erklärt Eckhart Friese. Nun geht es um den großen Rest der technischen Anlagen. Bisher ist die Wäscherei zum Beispiel dampfbetrieben. Hier soll eine neue Lösung her. Es ist auch nicht mehr unbedingt nötig, dass ein Großteil der anfallenden Wärme in die Umwelt entfleucht.

Zudem ist es möglich, technologische Abläufe sinniger zu organisieren. Ein weiteres Ziel der Modernisierung formuliert der Geschäftsführer so: „Wir wollen auch die Arbeitsbedingungen für unsere betreuten Mitarbeiter verbessern.“ 27 behinderte Menschen sind gegenwärtig in der Wäscherei tätig. Für sie sollen sich etwa die klimatischen Bedingungen in der Werkhalle verbessern. Es soll auch leiser werden. Während der Umbauarbeiten müssen die Frauen und Männer allerdings zunächst in andere Produktionsbereiche umgesetzt werden.

Indes will die Geschäftsführung die komplette Schließung der Abteilung gern so kurz wie möglich halten. Damit die Werkstatt-Kunden zumindest zeitweise auch in dieser Zeit waschen lassen können, hat der Produktionsleiter in anderen Behinderten-Werkstätten der Region nach freien Kapazitäten gefragt.

So lange wie möglich soll aber während lediglich eingeschränkter Produktion in Seidewinkel weitergearbeitet werden. Die exakte Zeitplanung liegt aber noch nicht vor und auch Gesellschafterversammlung und Aufsichtsrat, die grundsätzlich einverstanden sind, müssen noch im Detail informiert werden und die entsprechenden Beschlüsse fassen. Das Ziel von Eckhart Friese ist aber, mit den Arbeiten während des kommenden Winters zu beginnen. Im nächsten Sommer soll die runderneuerte Wäscherei wieder in Betrieb gehen.

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