Wassergaudi und Technikschau

Montag, 20. Januar 2014

Nicht nur planschen im Reifen konnten die Besucher des Lausitzbades am Samstag. Geboten wurden unter anderem Wettrutschen am Piratenschiff und Wassergymnastik-Schnupperkurse.
Nicht nur planschen im Reifen konnten die Besucher des Lausitzbades am Samstag. Geboten wurden unter anderem Wettrutschen am Piratenschiff und Wassergymnastik-Schnupperkurse.

Fünfzehn Jahre Lausitzbad wurden am Samstag mit einer im wahrsten Sinne des Wortes feucht-fröhlichen Party gefeiert. Es gab aber Zeiten, da stand es um das Lausitzbad nicht so gut. Denn schon einen Monat nach Eröffnung im Jahr 1999 musste die Stadt Hoyerswerda die Geschicke des Bades allein verantworten, weil sich die regieführende Firma „Thalessa“, auch bauausführendes Unternehmen, frühzeitig zurückgezogen hatte. Keine guten Startbedingungen für das Palm Springs, wie das Bad damals hieß. Dennoch: Im Oktober 2002 konnte der 1 000 000. Besucher begrüßt werden.
Doch der einsetzende Bevölkerungsrückgang in der gesamten Region hinterließ auch im Lausitzbad seine Spuren. Am 1. Januar 2005 wurde das ehemalige Palm Springs von den Stadtwerken Hoyerswerda übernommen. Es erfolgten Um- und Ausbauarbeiten im erweiterten Saunadorf, dem neu geschaffenen Eingangsbereich und den Umkleideräumen sowie dem kompletten Gastronomiebereich – 2,5 Millionen Euro wurden investiert. Dank dieser baulichen Veränderungen stiegen nicht nur die Attraktivität, sondern auch die Besucherzahlen. 2008 begrüßte man den 2 000 000. Gast. Doch die anfallenden Kosten stiegen bei relativ konstanten Einnahmen in die Höhe. Das Lausitzbad kann nur mit Zuschüssen existieren. Diese betrugen 2011 über 1,2 Millionen Euro, die von den ehemaligen Stadtwerken, die sich heute städtischen Wirtschaftsbetriebe, nennen, aufgebracht werden. „Eine Anpassung der Eintrittsgelder ist deshalb seit 2011 unabdingbar“, betonte Lausitzbad-Geschäftsführer Rainer Warkus.
Matthias Brauer ist schon seit mehreren Jahren im Lausitzbad tätig. „Ich habe wirklich noch keinen Tag bereut, hier zu arbeiten. Natürlich gibt es auch anstrengende Tage. Aber es macht Spaß“, meinte der Meister für Bäderbetriebe, der interessierten Besuchern am Sonnabend auch Einblicke hinter sonst verschlossene Türen ermöglichte. In den vergangenen zwei Jahren flossen nämlich 600 000 Euro in die Erneuerung der technischen Anlagen im Keller. Die neue Technik ermöglicht eine deutlich höhere Energieeffizienz. Die Aufwendungen für Fernwärme, Wasser und Elektroenergie wurden um über zwanzig Prozent gesenkt. „Damit ist es gelungen, die finanzielle Situation zu stabilisieren. Der Zuschussbedarf der Städtischen Wirtschaftsbetriebe konnte so um 350 000 Euro pro Jahr gesenkt werden“, erklärte Matthias Brauer den Besuchern.
Derzeit wird auch an einem neuen Markenauftritt gearbeitet: Neue Internetpräsenz und aktualisierte Flyer, die über gesundheitsfördernde Angebote oder die Schwimmausbildung für Kinder informiert. Schon im Mai dieses Jahres soll der moderne Wasserspielplatz im Außenbereich eröffnet werden. „Der ist besonders für unsere ganz kleinen Gäste und deren Eltern gedacht. Es soll ein Familienfreizeitbereich werden, bei dem die Kleinsten absolut ungefährlich im Wasser planschen können“, sagte Matthias Brauer. Und auch die Saunalandschaft soll demnächst durch eine Infrarotkabine bereichert werden.
In den Sommerferien wird das Lausitzbad wieder für einige Zeit geschlossen bleiben. „Der Grund dafür sind Reinigungs- und Wartungsarbeiten. Viele fragen uns, warum wir das ausgerechnet in den Ferien machen. Aber wir müssen nun mal den Schulschwimmsport absichern“, erklärte Matthias Brauer.
Nach der Schließzeit, ließ er wissen, warte auf die Besucher ein neuer, weiterer Höhepunkt. „Was das genau sein wird, verraten wir aber noch nicht“, so der Meister für Bäderbetriebe. Man darf also weiterhin gespannt sein.

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