Vermessung im Zoo

Donnerstag, 24. Januar 2019

Noch lassen sich die im vergangenen Jahr geschlüpften Kubakrokodile im Zoo Hoyerswerda wiegen und messen. Foto: Uwe Schulz
Noch lassen sich die im vergangenen Jahr geschlüpften Kubakrokodile im Zoo Hoyerswerda wiegen und messen. Foto: Uwe Schulz

Hoyerswerda. Der Zoo Hoyerswerda hat gezählt. Aktuell leben 938 Tiere in 129 Arten in der zoologischen Einrichtung im Herzen der Altstadt. Das hat die diesjährige Inventur ergeben, bei der die Mitarbeiter in den vergangenen Wochen alle Zoobewohner unter die Lupe genommen und statistisch erfasst haben. Am Vormittag erfolgte der Abschluss mit der Vermessung der Gürteltiere und des Krokodilnachwuchses, der noch im Frühjahr in die Niederlande abgegeben werden soll. Krokodil Rudi wiegt aktuell 333 Gramm und ist 46 Zentimeter lang, seine Schwester Shelly bringt 439 Gramm auf die Waage und misst 50 Zentimeter.

Im Vergleich zum Vorjahr gibt es deutlich mehr Arten (plus 21) im Zoo Hoyerswerda zu entdecken. „Vor allem drei neue Vogelarten und vier neue Säugetierarten machen Eindruck“, sagt Zoochef Eugène Bruins. Neben Faultier Carlo sind die Gürteltiere Günther und sein neues Weibchen Gwendolyn sowie ein Nachtsalmler und ein Schillersalmler im Tropenhaus eingezogen. In der Halle gibt es seit Dezember auch Blaue Riesenskorpione zu sehen und bereits seit dem Frühjahr fliegen Purpurtangare, Dreifarbenglanzstare sowie Rotohrbülbüls frei herum. Dass es insgesamt nun weniger als eintausend Tiere sind, die im Zoo leben, hat vor allem mit einem Rückgang bei den Wirbellosen zu tun. 

Im vergangenen Jahr sind weiterhin vier Pfauen im Zoo eingezogen, die ab diesem Jahr frei herumlaufen werden. Ein neues Jemenchamäleon ist heute im Frosch-Terrarium eingesetzt worden.

Eingebüßt hat der Zoo mittlerweile seinen gesamten Pinguinbestand. Die Humboldtpinguine sind allesamt einer Krankheit erlegen, die auf einer Schimmelpilzinfektion beruht. Perspektivisch sollen wieder Pinguine angeschafft werden. Zuvor muss aber das Gehege komplett umgebaut werden.

Sehr erfolgreich war 2018 wieder die Zucht mit etwa 20 Arten. Für Schlagzeilen hat im Sommer der Nachwuchs bei den Kubakrokodilen gesorgt. Nachzuchten gab es ebenso bei den Sinaloa Milchschlangen (4), Königspythons (4), Stirnlappenbasilisken (7), Mandschurenkranichen (2), Steinböcken (2), Kaiserschnurrbarttamarinen (3), Totenkopfäffchen (3), Schönhörnchen (8), Erdmännchen (4), Bankivahühnern (6), Pfauen (2), Steinkäuzen (1), Igeltanreks (6), Maras (2), Riesenlaubfröschen (sehr viele), Ouessantschafen (3) und Hühnern. (red)

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