Verfahren zu Fischsterben beendet

Sonntag, 16. Oktober 2016

Foto: Uwe Schulz

Ein Bußgeldverfahren um ein Massensterben von Stören vor zwei Jahren in den Lohsaer Fischteichen wurde jetzt vom Amtsgericht Hoyerswerda eingestellt. Der damalige Chef der Teichwirtschaft war gegen einen Bußgeldbescheid des Landratsamtes in Höhe von tausend Euro in Widerspruch gegangen.

Die umfängliche Beweisaufnahme konnte den Vorwurf des fahrlässigen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz schließlich nicht erhärten. Richterin Ines Lettau zog jetzt unter Hinweis auf den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit einen Schlussstrich.

Der Fischerei-Ingenieur hatte dem Gericht geschildert, wie er versucht hatte, nach einer für eine Fischbeschau nötigen Wasserabsenkung zur Anhebung des Wasserspiegels ein Wehr an der Kleinen Spree zu öffnen. Weil es aber gerade umgebaut worden war, gelang das nicht. Im Ergebnis verendeten aufgrund von Wasser- bzw. Sauerstoffmangel Fische mit einem Gesamtgewicht von drei Tonnen. (red)

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