Tourismusverband kehrt Hoyerswerda den Rücken

Samstag, 22. August 2015

Seenland-Maskottchen Pit hat Hoyerswerdas Schlossergasse 1 verlassen.
Seenland-Maskottchen Pit hat Hoyerswerdas Schlossergasse 1 verlassen.

Von Anja Wallner

Nur reichlich drei Jahre hatte der sächsisch-brandenburgische Tourismusverband Lausitzer Seenland seinen Sitz in Hoyerswerda. Im Juni 2012, dem Gründungsjahr des Verbandes, hatten die Mitarbeiter der Geschäftsstelle Räume an der Schlossergasse 1 bezogen. Seit Anfang August nun ist die untere Etage der Galerie am Schloss in Senftenberg neues Domizil des Verbands, informierte dieser gestern in einer Pressemitteilung.

Das überregionale Marketing für die Urlaubsregion Lausitzer Seenland wird nun aus Senftenberg gesteuert. Grund für den Umzug der Verbandsgeschäftsstelle sind die geplanten Umbauten der Büroräume in Hoyerswerda. Nach dem Eigentümerwechsel am Jahresanfang sieht der neue Vermieter, Fußballprofi Tony Jantschke, künftig einen Umbau der gemieteten Räume vor, die danach nicht mehr den Anforderungen des Tourismusverbandes entsprechen. So sagt der Verband es jedenfalls selbst.

Kathrin Winkler, die Geschäftsführerin des Tourismusverbandes, erklärte auf Anfrage, der Verband habe sich 16 mögliche neue Büros öffentlicher und privater Anbieter angesehen, auch in Hoyerswerda. „Die Stadtverwaltung war sehr kooperativ und hat uns aktiv unterstützt“, sagt sie. Jedoch: Die geforderten Mietpreise seien für den Verband zu hoch gewesen. Dessen neuer Vermieter ist jetzt der Landkreis Oberspreewald-Lausitz.

Für den Verband ist es generell nicht leicht, Räume zu finden: „Wir brauchen ein ebenerdiges Kleinlager, einen Beratungsraum oder eben ein entsprechend großes Büro, und der Standort muss 24 Stunden zugänglich sein“, nennt die Verbandschefin einige Kriterien. Mit der Touristinformation in Hoyerswerda, die sich ebenfalls an der Schlossergasse 1 befindet, wolle der Verband natürlich weiter eng zusammenarbeiten. Unklar ist bisher nur, wie es mit deren Räumlichkeiten weitergeht.

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Kommentar von W. Christoph |

Das war schon längst fällig! Was hat Hoyerswerda eigentlich mit dem Lausitzer Seenland zu tun, außer sich damit ab und zu das Image aufzupolieren? Bisher nichts! Ganz anders ist das Verhältnis der Gemeinden von Altdöbern/Großräschen bis nach Boxberg! Hoyerswerda bekommt es ja nicht mal hin, ein letztes Stück Radweg zu realisieren, damit die Bürger von hier ins Lausitzer Seenland radeln können. Das geht nur auf selbstgetrampelten „Schleichwegen“ durch den Wald. P.S. Und was noch wichtiger ist, damit Touristen aus dem Bundesgebiet mal nach Hoyerswerda radeln können. Oder will man das hier gar nicht ...?