Helmut Kohl statt Freundschaft?

Montag, 21. Mai 2018

Die Straße der Freundschaft, an der auch die ehemalige Nordschule (im Bild) steht, gehört zu den längsten Straßenzügen in Lauta. Foto: Ralf Grunert

Lauta. Anfang Juni wird in Lauta in einer öffentlichen Ausschusssitzung über die Umbenennung von Straßen beraten. In dieser Woche machte Manfred Kubenka in der Einwohnerfragestunde des Stadtrates den Vorschlag, die Straße der Freundschaft in Helmut-Kohl-Straße umzubenennen.

Als Grund nannte er, dass es erst durch die deutsche Einheit möglich wurde, die Gartenstadt Lauta-Nord wieder in ein Kleinod zu verwandeln.

Bürgermeister Frank Lehmann hatte nichts dagegen, das zur Diskussion zu stellen. Allerdings gab er zu bedenken, dass man sich mit der Umbenennung dieser Straße ohne Not in eine Situation bringen würde, die vor allem die Anwohner finanziell belastet. (red)

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Kommentar von Detlef John |

Wenn man unter blühenden Landschaften begrünte Abrissflächen versteht, kann man vielleicht auf diese Idee kommen. Gleichzeitig sollte aber die Zusage für die Anwohner erbracht werden, dass für sie keinerlei Kosten entstehen. Der Straßenname "Straße der Freundschaft" muss erhalten bleiben, weil er zum Ort dazu gehört. Und wer nur in Herrn Kohl den Wegweiser zur deutschen Einheit sieht, vergisst all diejenigen, die dafür gekämpft haben. Ich kann nur an das Gremium, welches über einen eventuellen Namenswechsel entscheidet, appellieren, meiner Geburtsstadt den Namen "Straße der Freundschaft" zu erhalten. Liebe Grüße aus Weilheim an der Teck