Schwerpunkte unter Beobachtung

Donnerstag, 30. Juli 2015

Gestern wurde die Behelfsampel an der Kreuzung an der Bautzener Brücke installiert. Ab heute 8 Uhr ist an der Kreuzung die Ein-und Ausfahrt der Alten Berliner Straße nicht mehr möglich – für Fußgänger und Radfahrer gibt es aber keine Beschränkungen.
Gestern wurde die Behelfsampel an der Kreuzung an der Bautzener Brücke installiert. Ab heute 8 Uhr ist an der Kreuzung die Ein-und Ausfahrt der Alten Berliner Straße nicht mehr möglich – für Fußgänger und Radfahrer gibt es aber keine Beschränkungen.

Von Uwe Schulz

Die Liste der Unfallschwerpunkte in der Stadt Hoyerswerda war mal lang. Irgendwann in den letzten zwei Jahrzehnten stand da wohl jede größere Kreuzung mal drauf. Die allermeisten Unfallschwerpunkte wurden entschärft. Drei sind übrig geblieben. Die schlechte Nachricht ist: An denen kann man baulich praktisch nichts mehr verbessern, wie die Verkehrsunfallkommission feststellte. Die gute Nachricht ist: Das ist eigentlich auch nicht erforderlich. Denn ein Straßenabschnitt wird erst dann als Unfallschwerpunkt bezeichnet, wenn sich an ihm in definierten Zeiträumen eine bestimmte Anzahl gleichartiger Unfälle ereignen.

Kreuzung an der Görlitzer Brücke
Die am häufigsten befahrene Kreuzung der Stadt ist auch der größte Unfallschwerpunkt. Allerdings ereignen sich hier Unfälle auf allen Straßenästen und am häufigsten Auffahrunfälle. Götz Gleiche von der zuständigen Hoyerswerdaer Verkehrsbehörde: „Da kann man nichts mehr machen“. Und in den nächsten Monaten schon gar nicht. Denn ab Oktober wird die Görlitzer Brücke erneuert, dafür ein Jahr lang voll gesperrt, ein Großteil des Bundesstraßenverkehrs weiträumig umgeleitet.

Kreuzung am Klinikum
An dieser Kreuzung wird des Nachts die Ampel ausgeschaltet. Doch es kracht hier in den letzten drei Jahren, wenn die Ampel an ist oder aber aus technischen Gründen ausgefallen ist. Bei den Unfällen ist vor allem der Straßenast Grollmuß-Straße betroffen. Doch auch hier ist nach Ansicht der Unfallkommission nicht erkennbar, was man noch verbessern könnte.

Kreuzung an der Bautzener Brücke
Auch hier ein diffuses Bild bei den Unfallursachen. Abbiegeunfälle, beteiligte Radfahrer, aber nichts, woraus sich eine Maßnahme ableiten ließe. Wegen der schon genannten Sperrung der Görlitzer Brücke wird ein großer Teil des innerstädtischen Umleitungsverkehrs hier entlangführen.

Kreuzung Lisztstraße/Bautzener Allee
Ein Erfolgserlebnis für die Verkehrsplaner. Die Kreuzung ist kein Unfallschwerpunkt mehr, seitdem die Haltelinie der Lisztstraße bis an den Radweg vorverlegt wurde.

Kreuzung Stein-/Heinestraße
Auch dieser Unfallschwerpunkt gilt seit der Umsetzung der jetzigen Verkehrsführung als entschärft. Bis Ende August soll die Haltelinie der westlichen Heinestraße per Markierung noch etwas weiter vorverlegt werden, um hier den Autofahrern bessere Sicht zu verschaffen. Die jüngsten Unfälle in diesem Bereich sieht man eher im Zusammenhang mit dem stark gestiegenen Verkehr, seitdem die B 96 zwischen Gewerbegebiet Nardt und Senftenberger Vorstadt gesperrt ist.

Kreuzung am Haltepunkt Neustadt
Kein Unfallschwerpunkt, doch werden hier hin und wieder Radfahrer angefahren. Das könnte daran liegen, dass Kraftfahrer, die den blechernen Grünpfeil nutzen, nicht anhalten oder aber in der Sicht behindert sind. Daher soll für die Geradeaus- und Linksabbiegerspur in Fahrtrichtung Altstadt die Haltelinie etwas zurückverlegt werden, um den Rechtsabbiegern freie Sicht zu ermöglichen.

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