Protest am Knappensee

Mittwoch, 13. Januar 2016

Foto: Mirko Kolodziej

Mit juristischen Mitteln wehren wollen die sich Leute vom Anglerzentrum Knappensee e.V. dagegen, dass sie auf staatliche Veranlassung seit Jahresanfang das ihnen gehörende Vereinsgelände zwischen Groß Särchen und Maukendorf nicht mehr betreten dürfen. Es befindet sich jetzt in der wegen der bergtechnischen Sanierung der Seeufer erweiterten Sperrzone. Letztlich geht es um Entschädigungsfragen, denn der Verein soll sein Gelände aufgeben, die Gebäude dort sollen abgerissen werden.

Heute gab es auf dem Vereinsgelände eine Beratung mit Anwältin Katrin Locke. Dazu war mit Zustimmung der Behörden der Sperrzaun an der Bundesstraße 96 geöffnet worden. "Es kollidieren hier privates Recht bezüglich des Eigentums und öffentliches Recht bezüglich der Gefahrenabwehr", so die Juristin.

Es geht jetzt zunächst darum, Bescheide im Zusammenhang mit Widersprüchen gegen eine Allgemeinverfügung, auf der die Sperrung fußt, zu erwirken. Bisher hat das Sächsische Oberbergamt die Widersprüche unbeantwortet gelassen. Damit fehlt den Leuten vom Anglerzentrum aber auch die Basis für eine Klage am Verwaltungsgericht. (red)

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