Probesitzen im Boot der Wasserwacht

Donnerstag, 26. März 2015

Kinder der Grundschule „An der Elster“ auf dem Boot der Wasserwacht Hoyerswerda. Es war wohl das größte Exponat beim gestrigen Wassertag.  Foto: Uwe Schulz
Kinder der Grundschule „An der Elster“ auf dem Boot der Wasserwacht Hoyerswerda. Es war wohl das größte Exponat beim gestrigen Wassertag. Foto: Uwe Schulz

Von Uwe Schulz

Der Tag des Wassers auf der Kinder- und Jugendfarm ist ein kleines logistisches Meisterwerk. Elf Stationen sind aufgebaut. Die Männer und Frauen, die hier Wissenswertes rund um das Thema Wasser erklären und vorführen, haben jeweils 20 Minuten Zeit, dann kommt schon die nächste Schülergruppe. Und alles beginnt von vorn. Die Meerjungfrau hat jedenfalls um 10 Uhr schon mit der Stimme zu kämpfen. Da ist gerade mal Halbzeit beim Tag des Wassers.

Rund 300 Kinder aus 14 Klassen sind hier vor Ort – Fünftklässler aus dem Johanneum, je zwei zweite Klassen aus der Lindenschule und der Knappensee-Grundschule Groß Särchen und, mal abgesehen von den ersten Klassen, praktisch die gesamte Grundschule „An der Elster“. Klingt viel, ist viel und hätte noch mehr sein können. Farmleiterin Liane Semjank musste etlichen Schulen die Teilnahme am Tag des Wassers absagen. „Wir hätten hier auch 500 Kinder haben können“, sagt sie. Aber das wäre rein vom Platz und dem Stationsbetrieb her nicht mehr durchführbar gewesen. Denn an jeder Station sind die Schülergruppen rund 20 Minuten. Und das Aufnahmevermögen im Kopf ist natürlich begrenzt.

Von 8 bis 12 Uhr absolvieren die Kinder die Stationen. Meerjungfrau und Wassermann veranstalten mit den Kindern Spiele, zeigen kleine Experimente. Bernd Latta von der Jugendfarm erklärt, wie viel Wasser landwirtschaftliche Nutztiere so verbrauchen und wie eine moderne Tränke funktioniert. Beim Landesamt für Umwelt und Landwirtschaft geht es um die Fische, bei Vattenfall um den Kreislauf des Wassers. Und die Wasserwacht Hoyerswerda, die erstmals beim Tag des Wassers mit dabei ist, zeigt den Gebrauch von Rettungsring und Schwimmweste. Und jeder darf einmal an Bord des aufgebockten Wasserwacht-Bootes klettern. Das will sich natürlich niemand entgehen lassen.

Gleich im Eingangsbereich sind die Versorgungsbetriebe VBH, die in Hoyerswerda für die Trinkwasserversorgung zuständig sind, präsent und erklären, warum Wasser wertvoll ist und wie man Wasser sparen kann. Das Seenland-Maskottchen Pit ist auch mit unterwegs und bei den Kindern offensichtlich ziemlich beliebt. Wasser hat eben gerade in der Lausitz ziemlich viel Facetten. Nur mit der Unterstützung vieler Partner und dank des Sponsorings der VBH ist dieser Erlebnis- und Wissenstag überhaupt machbar. Zum fünften Mal findet er jetzt schon in dieser Form statt, wenngleich erstmals ohne Farmwette. Der Tag ist den Versorgungsbetrieben aber so wichtig, dass am Nachmittag beim Rundgang der geladenen Gäste auch der neue Sponsoringvertrag unterzeichnet wurde. Der Tag des Wassers 2016 ist damit gesichert. Und vermutlich wird Liane Semjank leider auch im kommenden Jahr wieder Schulklassen absagen müssen.

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