Ostern scheppert's

Mittwoch, 23. März 2016

Foto: Gernot Menzel

Das Osterschießen, bei dem zumeist in blechernen Milchkannen ein Gemisch aus Karbid und Wasser zur Explosion gebracht wird, ist eine Tradition, die in der Lausitz verbürgt seit über einem Jahrhundert gepflegt wird - unter anderem in Bröthen und in Hermsdorf/Spree. Es ruft aber auch in diesem Jahr wieder Gegner auf den Plan.

Die Vizepräsidentin des Deutschen Naturschutzringes, des Dachverbands aller Natur-, Tier- und Umweltschutzverbände Deutschlands, hat sich an den Bautzener Landrat gewandt. Der laute Knall und die große Druckwelle würden – gerade in der Brutzeit – eine erhebliche Beeinträchtigung der Tierwelt darstellen.

Die Behörde sieht allerdings keinen Grund zum Einschreiten. Damit wird es vielerorts über Ostern auch weiterhin mächtig scheppern - auf dem Eichberg bei Hermsdorf am Ostersamstag ab 10 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit und in Bröthen ab Mitternacht bis in die frühen Morgenstunden des Ostersonntags. (red)

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