Ohne Holpern ins Industriegelände

Dienstag, 11. August 2015

Die Straße zum Industriegelände ist relativ stark befahren. Ihr Zustand allerdings ist erbarmungswürdig. Foto: Uwe Schulz
Die Straße zum Industriegelände ist relativ stark befahren. Ihr Zustand allerdings ist erbarmungswürdig. Foto: Uwe Schulz

Von Mirko Kolodziej

Eine Änderung der Verkehrsströme in Hoyerswerdas Südosten durch den geplanten Bau der Ostumfahrung zwischen B 96 und B 97 ab 2017, so heißt es aus dem Rathaus, werde der Straße zum Industriegelände eine neue Rolle zukommen lassen. Und in der Tat: Wenn die Bautzener Straße in Zeißig, also die B 96, an den heutigen Bahnschranken zur Sackgasse wird und gleichzeitig der ausgebaute Schmiedeweg beziehungsweise die Zufahrten von der Ostumfahrung her das Industriegelände besser erreichbar machen, werden Autos zwischen Bahnhaltepunkt Neustadt und Autopark anders rollen als im Augenblick.

Sie sollen das auch so tun können, dass ihre Stoßdämpfer weniger in Mitleidenschaft gezogen werden als momentan. „Ein grundhafter Ausbau der Straße zum Industriegelände war aufgrund des sehr schlechten Zustandes bereits seit Langem beabsichtigt. Leider war auch diese Maßnahme bisher «Opfer» der Haushaltskonsolidierung“, sagt Rathaussprecher Bernd Wiemer. Inzwischen tut sich aber etwas. Für 2017 stehen 300 000 Euro in der Langfrist-Finanzplanung der Stadt. Laut Rathaus ist das so eine Art Schätzung. Wirklich belastbare Angaben seien erst mit einer bestätigten Entwurfsplanung möglich.

Daran gearbeitet wird bereits. Die Verwaltung lässt wissen, erste vorbereitende Planungsschritte seien veranlasst. So habe man ein Baugrundgutachten in Auftrag gegeben und den vorhandenen Regenwasserkanal untersucht. „Darauf aufbauend ist nun die Aufgabenstellung für die Straßenfachplanung in Arbeit“, erklärt Bernd Wiemer. Ziel sei es, noch in diesem Jahr einen Entwurf fertig zu haben.

Laufe alles so, wie geplant, dann würde in den ersten Monaten des kommenden Jahres die Entwurfsplanung vorliegen. Anschließen würden sich dann die Genehmigungsphase sowie ein Antrag der Stadt auf finanzielle Förderung des Straßenbaus. Das Ziel ist klar: Es geht nicht nur einfach um eine neue Asphaltdecke, sondern um eine umfangreiche Erneuerung. Dazu gehören neben der Fahrbahn auch die Beleuchtung oder die Straßenentwässerung.

Die Stadt plant zudem eine weitere Veränderung im Industriegelände selbst. Man will dort laut Bernd Wiemer eine neue Verbindung zwischen den Straßen A und E herstellen, die die jetzige Straße E teilweise ersetzen soll. Zwar sind in der Finanzplanung der Stadt bis zum nächsten Jahr bereits 165 000 Euro vorgesehen, jedoch hat es hierfür im Gegensatz zur Straße zum Industriegelände noch keinen Planungsbeginn gegeben. Bisher, denn: „Ein solcher wird jetzt schrittweise angegangen“, erklärt Bernd Wiemer.

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Kommentar von Meckerkopf |

Alles Unfug! Der Straßenzustand deutet eindeutig auf Unfähigkeit der verantwortlichen Behörden hin. Die Deppen sollten doch nun endlich mal begreifen, dass, wer billig baut oder einkauft und nicht auf Qualität achtet, mindestens doppelt zahlt und mindestens auch doppelt solange baut. Die Umfahrung wird keine Entlastung für die Stadt bzw. für die Anwohner, sondern nur noch mehr Belastungen bringen.

Kommentar von Mirko Kolodziej |

Sehr geehrter Herr Meckerkopf, wir möchten Sie freundlich bitten, die Formen zu wahren und darauf zu verzichten, andere Menschen zu beschimpfen. "Depp" ist kein angemessener Begriff in der öffentlichen Diskussion. Erste Verwarnung.

M. Kolodziej
-Redaktion-