Musikschüler aus Hoyerswerda erringen zweiten Preis bei Bundeswettbewerb

Donnerstag, 28. Mai 2015

Sarah Claudia Müller und Lukas Zschorlich sind musikalische Multitalente. Alle beide singen und spielen Klavier, Lukas noch dazu Trompete. Foto: Menzel
Sarah Claudia Müller und Lukas Zschorlich sind musikalische Multitalente. Alle beide singen und spielen Klavier, Lukas noch dazu Trompete. Foto: Menzel

Von Mirko Kolodziej

Mit einem zweiten Preis sind jetzt zwei Schüler der städtischen Musikschule Hoyerswerda  aus Hamburg vom Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ zurückgekommen. Die Bernsdorferin Sarah Claudia Müller und der Wittichenauer Lukas Zschorlich waren dort am Freitag der vergangenen Woche als Duo in der Kategorie „Singstimme und Klavier“ angetreten. Sie konnten die Juroren mit ihrer Interpretation von Werken von Wolfgang Amadeus Mozart, Hugo Wolf, Adolf Jensen und Günter Schwarze überzeugen. Die 14-jährige Sopranistin und der 17 Jahre alte Pianist erhielten 22 von 25 möglichen Punkten.

Sie hatten sich im März beim sächsischen Landeswettbewerb qualifiziert. Dazu mussten die beiden ins Erzgebirge fahren. Hiesige Musikschüler, die im nächsten Jahr beim wie immer in Hoyerswerda ausgetragenen Regionalwettbewerb für die sächsische Lausitz erfolgreich sind, können sich dagegen die Reise zum Landesausscheid sparen. Er wird für sie nämlich ein Heimspiel. Denn zum zweiten Mal nach 1997 sollen die besten sächsischen Nachwuchsmusiker in Hoyerswerda um die Tickets zu einem Bundesausscheid ringen.

„Wir wollen ein sehr guter Gastgeber sein“, erklärte dazu am Dienstag im Stadtrat Oberbürgermeister Stefan Skora (CDU). Zuvor hatte Torsten Tannenberg vom Sächsischen Musikrat, der den Landeswettbewerb ausrichtet, die Planungen vorgestellt. Nach seinen Worten sind an zwei Wochenenden im März 500 Teilnehmer, 1 500 Begleiter sowie 60 Juroren in der Stadt zu erwarten. „Und von den 500 Teilnehmern, da gebe ich Ihnen Brief und Siegel, waren 400 noch nie in Hoyerswerda“, erklärte er. Natürlich war das ein Hinweis darauf, dass Hoyerswerda eine Gelegenheit gegeben wird, für sich selbst ordentlich Reklame zu machen.

Der Stadt soll das unter anderem 10 000 Euro wert sein. Denn das ist die Summe, die Wettbewerbsorte üblicherweise zum 50 000 Euro umfassenden Budget des Ausscheids beisteuern. „Aber jeden Euro, den Sie in den Wettbewerb stecken, bekommen sie fünffach heraus“, versicherte Tannenberg. Gemeint war damit eher die heimische Wirtschaft als das Stadtsäckel. Denn die Gäste gehen auch einkaufen, essen oder buchen gar ein Hotelzimmer. Der Musikrats-Chef bat ferner um einen Ansprechpartner in der Verwaltung, um örtliche Betreuer und um Gastgeschenke für die jungen Musiker. Die Spielorte stehen bereits fest: Die sächsische Jugend musiziert 2016 in der Lausitzhalle, im neuen Bürgerzentrum sowie im Foucault- und Lessing-Gymnasium. Und wer weiß, vielleicht schafft es wie 1997 die Gitarristin Sylvi Paulick auch wieder jemand aus Hoyerswerda vom heimischen Landes- zum Bundeswettbewerb. Sarah Claudia Müller und Lukas Zschorlich werden es nicht sein.

„Nach sieben Jahren Wettbewerbsteilnahme mache ich mal Pause“, meint Sarah, die bereits im vorigen Jahr in Braunschweig im Bundesfinale von „Jugend musiziert“ sang und auch damals einen zweiten Preis mitbrachte. Lukas will sich nächstes Jahr lieber auf seine Aufnahmeprüfung an einer Musikhochschule vorbereiten. Sowohl für ihn als auch für Sarah (die beide das Lessing-Gymnasium Hoyerswerda besuchen) steht fest: Der Beruf soll später definitiv mit Musik zu tun haben. Gestern aber wurde erst einmal der Erfolg in Hamburg gebührend gefeiert. Der Musikschule beziehungsweise den Lehrern war er Blumen und je ein großes Eis wert.

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