Millionenschwere Schönheitskur für die Hoyerswerdaer „Lindenschule“

Freitag, 26. Juni 2015

Dietmar Wolf, Fachbereichsleiter Bau der Stadtverwaltung Hoyerswerda, übernahm es beim gestrigen Richtfest an der „Lindenschule“, den symbolischen letzten Nagel ins Gebälk des neu errichteten Speisesaals zu schlagen.
Dietmar Wolf, Fachbereichsleiter Bau der Stadtverwaltung Hoyerswerda, übernahm es beim gestrigen Richtfest an der „Lindenschule“, den symbolischen letzten Nagel ins Gebälk des neu errichteten Speisesaals zu schlagen.

Von Ralf Grunert

Eine Portion Aberglaube sorgte dafür, dass gestern an der „Lindenschule“ in Hoyerswerda Richtfest gefeiert wurde. Ursprünglich wollte die Stadt darauf verzichten. Normalerwiese, so der Hinweis von Bürgermeister Thomas Delling, wird ein Richtfest nur bei Neubauten oder bei einer Komplettsanierung gefeiert. Darauf bei der „Lindenschule“ zu verzichten, würde jedoch Unglück bringen, hatten die Bauleute zu bedenken gegeben. Und so gab es nun ein kleines Richtfest mit kleinem Buffet, aber dem gewohnt großen letzten Nagel, der vom städtischen Baubereichschef Dietmar Wolf ins Gebälk gehämmert wurde.

Bei einem Investitionsvolumen von rund 1,4 Millionen Euro kann sich das Bauvorhaben „Lindenschule“ allemal sehen lassen. Mit soviel Geld lässt sich zum Beispiel die komplette Gebäudehülle sanieren, das beginnt beim Anstrich und reicht über die Wärmedämmung bis hin zu neuen Fenstern. Das tut auch Not, denn mal abgesehen von den Sanitäranlagen ist alles an diesem 1961 eröffneten Schulgebäude original. Schulleiterin Birgit Flach sprach gestern vom „Charme der 1950er-Jahre“. Und selbst Thomas Delling räumte freimütig ein, dass die „Lindenschule“ bislang „von der Außenwirkung her einen schlechten Eindruck gemacht hat.“ In den nächsten Monaten wird sich das grundlegend ändern. Die im April gestarteten Arbeiten sollen spätestens im Dezember erledigt sein.

Dazu gehört neben der Realisierung von Brandschutzmaßnahmen unter anderem auch die Neugestaltung der Eingangsbereiche der Schule. Mit dem auf der Hofseite wurde bereits begonnen. Ebenfalls in Arbeit ist der Verbindungstrakt zwischen der Schule und der Sporthalle. Der bisher in diesem befindliche Speiseraum wird vergrößert und ist damit in Zukunft als kleine Aula für Schulveranstaltungen nutzbar, bei Bedarf auch in Kombination mit der  neuen Terrasse, worüber sich Birgit Flach freut.

Im Jahre 2006 hat sie die Leitung der Grundschule im WK III übernommen. „Wir sind einfach nur glücklich, dass es geworden ist“, meinte sie am Rande des gestrigen Richtfestes. „Wir haben schon immer darum gekämpft.“ Zwischenzeitlich gab es zwar schon mal einen Lärmschutz für die Sporthalle. Das jetzt ist der große Wurf. Dass dieser gelang, so betont die Schulleiterin, daran haben die Eltern der Schüler einen großen Anteil. Diese haben sich in der Stadt Gehör verschafft, sicher auch durch ihren Besuch in einer Stadtratssitzung.

Die Bauarbeiten an diesem zu 40 Prozent vom Freistaat geförderten Projekt und der Schulbetrieb laufen parallel. „Bisher gab es keine Probleme“, wie Birgit Flach sagt. Damit rechnet sie auch nicht, wenn nächste Woche das Obergeschoss für die Fenstererneuerung geräumt werden muss. Und nach der Fertigstellung sind etwaige Einschränkungen eh schnell vergessen. Ganz sicher bis zum Schulfest im Frühjahr, dann wird die Einweihung gefeiert.

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