Kritik ändert Stadtplanung

Donnerstag, 03. August 2017

Foto: Mirko Kolodziej

Über Monate ist in Hoyerswerda über eine Anpassung des Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes Seko diskutiert worden. Von rund 60 Einwänden, Kritiken und Hinweisen, die Bürger, Bürgergruppen oder Organisationen ans Rathaus geschickt haben, werden gut ein Dutzend nun tatsächlich in das Dokument einfließen. Der Stadtrat soll es Ende Oktober wieder auf dem Tisch haben.

Die vielleicht größte Anpassung hat die Arbeiterwohlfahrt für ihr Areal an der Müntzerstraße durchgesetzt. Bisher hieß es amtlich mehr oder weniger, Private müssten sich im Schrumpfungsgebiet WK IX eben irgendwie anpassen. Nach Protest durch die Awo heißt es nun: "Der wirtschaftliche und soziale Funktionsbereich beidseitig der Thomas-Müntzer-Straße soll sich als Verbindung zwischen dem Ortsteil Kühnicht und den bestehenden sowie künftig entwickelnden Bereichen nördlich der Spremberger Chaussee etablieren."

Das Seko ist aus Sicht der Verwaltung im Wesentlichen die Basis dafür, Fördergeld aus dem Stadtumbau-Programm des Bundes beantragen zu können. Aus der Bürgerschaft gibt es verstärkt das Verlangen, es als tatsächliche Blaupause für eine strategische Entwicklung der Stadt zu nutzen. (red)

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