Gründerzentrum geplant

Samstag, 08. April 2017

Foto: Mirko Kolodziej

Der kommunale Zweckverband Industriepark Schwarze Pumpe der Stadt Spremberg und der Gemeinde Spreetal will ein Kompetenzzentrum für Gründer und Gewerbe errichten. Entstehen soll es westlich des Südtors.

Die Grundsatzbeschlüsse sind gefasst. Der Verband wird jetzt Fördergeld für den 4,5-Millionen-Euro-Neubau beantragen, der Büros und Werkstätten beherbergen soll.

Ziel ist, Mittelständler und Gründer zusammenzubringen, damit sie innovative Geschäftsideen entwickeln. Der Gedanke dabei ist, den angestrebten Strukturwandel im Zusammenhang mit dem absehbaren Ende der Kohle-Verstromung in der Lausitz zu befördern. (red)

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Kommentar von Dieter Vogler |

Als Planer von energetischen Anlagen befasse ich mich seit Jahren mit der Nutzung von Bergbaufolgeseen, aber auch von ruhenden Oberflächengewässer zum Heizen und Kühlen von baulichen Anlagen, von Quartieren und ganzen Stadtteilen. Zur Seewassernutzung gehören Wärmepumpen und das kalte Nahwärmenetz. Im Rahmen der Versorgung ganzer Stadtteile erschließen sich komplett neue Geschäftsfelder. Die Zukunft der Gasnetze ist langfristig unsicher, viele Gebiete werden bereits heute nicht mehr erschlossen. Aber auch bestehende Netze unterliegen hohen Instandhaltungskosten. Es werden Zentren mit Organisatoren benötigt, welche in der Lage sind zukunftsweisend zu koordinieren: Personen und Unternehmen. Wollen wir die Klimaschutzziele erreichen, dürfen wir nicht mehr nur in einzelnen Objekten denken und müssen handeln. Das Klimaschutzprogramm der Bundesregierung bis 2050 setzt klare Ziele, es werden neue Berufsgruppen entstehen, nicht nur der Abbau einer Nutzung von fossilen Brennstoffen (2030) ist von Bedeutung, sondern auch vollkommen neue energetische Abrechnungen zu den Endverbrauchern wird eine große Rolle spielen. Ein Innovationszentrum sollte motivieren, die Elektrifizierung in den Wärmemarkt zu bringen, das ist die Prämisse- will man dekarbonisieren.