Fleißige Strickliesel

Montag, 30. Juli 2018

Iris Bommel-Uhlmann ist beruflich nicht in die Fußstapfen ihrer Eltern getreten, die vor 61 Jahren das Hoyerswerdaer „Figaro“-(Friseur-) Unternehmen gründeten. Heute strickt sie und wird vom Lebensgefährten unterstützt. Foto: Silke Richter
Iris Bommel-Uhlmann ist beruflich nicht in die Fußstapfen ihrer Eltern getreten, die vor 61 Jahren das Hoyerswerdaer „Figaro“-(Friseur-) Unternehmen gründeten. Heute strickt sie und wird vom Lebensgefährten unterstützt. Foto: Silke Richter

Hoyerswerda. Iris Bommel-Ulmann strickt für Neugeborene und verschenkt die kleinen Kleidungsstücke an deren Eltern. Das tut sie nun schon seit etlichen Jahren.  Im Laufe der Zeit seien immer mehr Anfragen aus dem Klinikum gekommen. Die 67-Jährige schaute sich deshalb nach Hilfe um und fand, dank Facebook und Internet, „Strickfrauen“ in Berlin, Dresden, Neustadt an der Saale, Hoyerswerda, Südbayern, Ottendorf-Okrilla und im Schwabenland.

Die mehr als zehn Frauen nutzen, wie Iris Bommel-Uhlmann auch, jede freie Minute, um Sachen zu stricken für Babys, die in Hoyerswerda zur Welt gekommen sind. Dabei setzen die selbst ernannten „Stricklieseln“ und „Häkeltanten“ auf kleine, extravagante Besonderheiten. „«08-15»-Strickwaren gibt es bei uns nicht. Wir stricken und häkeln alle mit viel Liebe und Herz. Unser kleiner Beitrag, um die Eltern in der Region zu halten. Hoyerswerda ist so eine schöne Stadt und braucht mehr junge Menschen.“ So entstehen in fleißiger Handarbeit unter anderem Mützen, Jäckchen und Schuhchen in Form von Autos und Feuerwehrfahrzeugen mit Blaulicht und Sirenen; kleinen Küken, deren Schnäbel sich öffnen und schließen lassen, weiße Mäuschen mit kleinen spitzen Ohren, flauschige Teddybären und lustige grüne Krokodile mit roten Milchzähnchen. 

Wer das Projekt der Strickfrauen unterstützen möchte, kann sich gern bei Iris Bommel-Uhlmann telefonisch unter 1 0152 22932966 melden. (red)

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