Besucher testen neuen Zoospielplatz

Samstag, 30. März 2013

Hoyerswerdas Zoo hat seinen Wasser-Matsch-, besser, Wasser-Sand-Spielplatz. Zur Eröffnung am Gründonnerstag waren die Kitas in Zoonähe eingeladen – und Oberbürgermeister Stefan Skora, der beim Sandkuchenbacken half
Hoyerswerdas Zoo hat seinen Wasser-Matsch-, besser, Wasser-Sand-Spielplatz. Zur Eröffnung am Gründonnerstag waren die Kitas in Zoonähe eingeladen – und Oberbürgermeister Stefan Skora, der beim Sandkuchenbacken half

Das hatte Silke Kühn noch nicht erlebt. Seit über zwanzig Jahren arbeitet die Tierpflegerin im Zoo, aber an eine Osterführung mit Schnee kann sie sich nicht erinnern. Das Wetter wirkte auf die Besucher aber nicht abschreckend: Über fünfzig Gäste nahmen an der Zooführung am Vormittag teil. Besonders die Kinder hatten (wieder) Spaß am Schnee und nutzten die Zeit bis zum Veranstaltungsbeginn mit dem Bau von Schneeskulpturen. Der Hingucker schlechthin war wenig später das saftig- grüne Ostergras, in dem Eier versteckt waren. Millimeterklein bis überdimensional groß. „Das sind aber keine bunten Ostereier. Die sehen doch ganz anders aus“, stellte Justin fest. Wohl wahr. Die Eier stammten von Krokodilen und Graureihern.
Was viele Besucher verwunderte: Das Ei des Graureihers wurde zumindest farblich gesehen seinem Namen mehr als gerecht. Denn die gelegten Eier dieses Vogels sind wirklich grau. Nächste Station waren die Kamele. Dass deren Höcker Wasserspeicher sind, wussten bereits viele Besucher. „Aber da ist kein Wasser drin, sondern Fett, das die Tiere bei Bedarf in Wasser umwandeln können. Da kommen schon mal so vierzig Liter zusammen“, erklärte Kathrin Witzenberger den erstaunten Gästen. Wie bei vergangenen Führungen auch, verzichtete die Zookuratorin auf das direkte Vorführen von Tieren. Zwei Ausnahmen gab es aber doch: Zum einen durfte bei solch einer Osterführung natürlich das behutsame Streicheln von Hasen unter Aufsicht von Tierpflegerin Silke Kühn nicht fehlen und zum anderen ist ja da noch das Streichelgehege. Den Ziegen macht der direkte Kontakt zum Publikum und auch der Schnee bekanntlich nichts aus. Nicht so prickelnd empfanden aber die aus Afrika stammenden Löwen das kalte Winterwetter. Fritz und Baari hatten sich in ihr warmes Innenquartier zurückgezogen. Ganz anders die wilden Graureiher. Was für ein Gekreisch! Das hörte sich nach Streit an. Die Artgenossen zankten sich sehr lebhaft um Nistmaterial. „Für diese Vögel wird das ein erfolgreiches Jahr“, ließ Kathrin Witzenberger wissen und bat schon mal um Verständnis, wenn im Sommer die Wege im Zoo von diesen Vögeln verschmutzt sein könnten. Über fünfzig Reiher haben bislang den Zoo als Lebensraum für sich entdeckt. Ihre Nahrung suchen sie außerhalb, denn im Zoo werden sie nicht gefüttert.

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