Bernsdorfs schönes Rathaus

Freitag, 13. September 2013

Bernsdorfs Rathaus macht was her - nicht nur von außen
Bernsdorfs Rathaus macht was her - nicht nur von außen

Wenn ein Gebäude fertig ist, merkt man nichts mehr von den Strapazen der Bauphase. Doch Bernsdorfs Bürgermeister Harry Habel und Planer Thomas Gröbe ließen gestern in der mittäglichen Feierstunde zur Einweihung durchblicken, dass die Sanierung des Bernsdorfer Rathauses ein echtes Abenteuer war. Im (noch) feuchten Keller wachsen Pilze, nach dem Freizug bemerkte man erst, dass tragende Balken völlig morsch waren. Ein Stück Fassade stürzte beim Bau sogar ein. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Es gab kaum Bestandzeichnungen und die Bauleute hatten mit einem langen, harten Winter und beim Dachdecken mit einem heißen Sommer zu kämpfen.

Dass 100 Jahre nach dem letzten großen Umbau des Gebäudes das Vorhaben schließlich ein paar Wochen länger benötigte als geplant, ist letztlich wohl für alles verschmerzbar. Immerhin ist es wohl allen Beteiligten gelungen, die für die Sanierung zur Verfügung stehende Summe von 2,2 Millionen Euro einzuhalten. Habel dankte allen beteiligten Firmen, Behörden und vor allem seinem Team, wenngleich er gestand, dass die Sanierung die schwierigste und langwierigste Aufgabe seiner bisherigen Amtszeit war. Immerhin standen vor der Entscheidung für die Sanierung auch ein Rathaus-Neubau oder die Umnutzung des Zollhauses zur Debatte.

Konstanze Höhne von der AG Stadtgeschichte zeigte in einem kurzen Vortrag zudem die wenigen bekannten Details aus der Geschichte des Rathauses auf, das bis 1922 Wohnhaus des Rittergutes und ganz früher wohl eine Art Wasserschloss war. Sechzehn Bürgermeister arbeiteten hier seit 1922, wobei Bernsdorf erst 1968 das Stadtrecht erhielt.

Die offizielle Einweihung gestern wurde übrigens auch gleich für zwei Scheckübergaben genutzt. Zum einen gab es Geld für die Band der Mittelschule, zum anderen überreichte der Tierschutzverein Hoyerswerda eine 5 000-Euro-Spende zugunsten des Tiergeheges Bernsdorf – für bessere Haltungs- und Arbeitsbedingungen.

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