Bei der Hosenrallye auf Zack

Samstag, 30. Mai 2015

Auf Koordination und Schnelligkeit kam es bei der Hosenralley an. Eine von elf Disziplinen, die gestern bei der Sparkassen-Kreis-Kita-Olympiade 2015 in Hoyerswerda zu bewältigen waren. Trotz der Anstrengung hatten die Kids auch viel zu lachen.  Foto: GM
Auf Koordination und Schnelligkeit kam es bei der Hosenralley an. Eine von elf Disziplinen, die gestern bei der Sparkassen-Kreis-Kita-Olympiade 2015 in Hoyerswerda zu bewältigen waren. Trotz der Anstrengung hatten die Kids auch viel zu lachen. Foto: GM

Von Constanze Knappe

Mit dem Roller einen Kegel umrunden, ist für Max eine der leichtesten Übungen. In der Disziplin Rennfahrer startet der Fünfjährige als Erster für seine Mannschaft der Kita Spreespatzen aus Spreetal. Mateo, der etwas später an der Reihe ist, stürzt. Aber so schnell, wie er hinfällt, steht er wieder auf dem Roller. Alles halb so schlimm, wird er hinterher sagen. Mehr als 220 Vorschulkinder aus dem ganzen Landkreis wetteiferten gestern im Finale der Sparkassen-Kreis-Kita-Olympiade 2015 in der VBH-Arena Hoyerswerda.

An elf Stationen geht es um Koordination, Geschicklichkeit, Schnelligkeit, aber vor allem um Spaß. In jeder Disziplin haben die Mannschaften drei Minuten Zeit. Für jedes Kind, das die Aufgabe bewältigt, gibt es einen Punkt. 16 Runden schaffen die Spreespatzen mit dem Roller, was ihnen ebenso viele Punkte einbringt. Womöglich nicht ihre Schokoladendisziplin. Für den Kriechtunnel stehen 26 Punkte zu Buche, für den Eierlauf sogar 37. Erzieherin Anja Udhardt klatscht jedes Kind ab. „Toll habt Ihr das gemacht“, lobt sie. Das Balancieren der Bälle zwischen den Beinen fällt dagegen nicht nur den Kindern aus Spreetal schwer.

Moderator Heiko Harig verkündet, wenn die letzten 30 Sekunden des Durchgangs beginnen. Dann nimmt das Gekreische der Kids ohrenbetäubende Ausmaße an. Sie wie auch Betreuer und Eltern feuern die Starter an. Jeder versucht, die allerletzte Runde mit dem heiß ersehnten Punkt zu beenden. Das klappt nicht immer. Schon steht der Wechsel zur nächsten Station an. Die Lutki aus Bergen sind mit dem Sprungball dran. Die Übungen des Finales waren vorher nicht bekannt. „Mit einem anderen Training haben sich die Kinder zwei Wochen lang täglich auf die Olympiade vorbereitet“, erzählt Erzieherin Stephanie Wowtscherk. Angereist ist sie mit Kollegin Diana Möller und neun Kindern. Darunter die Zwillinge Christian und Nico, die Sportskanonen im Team. Sie kennen die VBH-Arena, weil sie hier einmal in der Woche trainieren. Bei der Bankbalance müssen fünf Hütchen auf einer Bank überstiegen werden. Für Nico, Christian, Jakob und Franz-Oskar kein Problem. Der Kriechtunnel bringt ihnen 28 Punkte ein.

Nebenan läuft die Hosenrallye. Zwei Kinder steigen mit jeweils einem Bein in eine riesige Hose und laufen Slalom. Erzieherin Gabriela Engelmann und Christoph Reinhold aus der Kita Märchenland in Hoyerswerda haben alle Hände voll zu tun, damit die Kinder beim Ein- oder Aussteigen aus der Hose nicht stürzen. Der Elftklässler der Fachoberschule für Soziales absolviert ein Praktikum im Märchenland. Selber Fußballer, weiß er die Kinder zu motivieren. Und die geben alles. Wie Merle, die zwar die Kleinste im Team, dafür aber ausgesprochen flink ist. Die vier Meter hohe Kletterwand hat es der Fünfjährigen angetan. Oben angekommen müssen die Kinder klingeln. Jedes Bimmeln bringt Punkte.

Der Vormittag vergeht wie im Fluge. Während die Organisatoren vom Kreissportbund die Urkunden vorbereiten, tanzen Kinder und Erwachsene Polonaise. Dann wird es noch einmal richtig spannend: „Sportlichste Kita im Landkreis Bautzen“ darf sich jetzt ein Jahr lang das Spatzennest in Rammenau nennen. Den Lutki aus Bergen hängt Hans-Jürgen Klein, Leiter des Kreisjugendamts, die Bronzemedaillen um. Nico und Christian finden das cool. So einen Wettkampf müsste es mal wieder geben, da sind sich Kinder und Erzieherinnen einig. Auch Merle strahlt glücklich.

Zurück

Einen Kommentar schreiben