Baustopp abgelehnt

Donnerstag, 26. Januar 2017

Foto: Andreas Kirschke

Sachsens Oberbergamt lehnt einen Antrag des Vereins Knappenseerebellen vom Anfang des Jahres ab, der einen Baustopp am Gewässer zum Ziel hatte. Es bleibe aus Sicht des Amtes beim bekannten Zeitplan sowie beim entsprechenden Maßnahmekatalog, der eine Seewasserfreigabe vor 2022 nicht ermögliche, erklärt Oberberghauptmann Professor Bernhard Cramer auf Nachfrage nach einem Treffen in Lohsa.

Dabei waren am Tisch von Bürgermeister Thomas Leberecht (CDU) zum wiederholten Male Vertreter des Bergamtes, der Knappenseerebellen, des Sächsischen Wirtschaftsministeriums, des Bergbausanierers LMBV sowie die CDU-Landtagsabgeordneten Frank Hirche und Marko Schiemann zusammengekommen. Thomas Leberecht kündigte als Reaktion auf die Bitte um eine Stellungnahme eine Erklärung in den nächsten Tagen an.

Laut Bernhard Cramer ging es wohl auch um die Nutzungspläne für den See ab 2022. Von den Knappenseerebellen hieß es, die Möglichkeit einer Strandöffnung ab 2019 bliebe in der Diskussion. Die LMBV könne die wasserseitige Sanierung bis dahin mit den vier angekündigten Rüttlern schaffen. (red)

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Kommentar von Werner Petrick |

Der Antrag der Knappenseerebellen auf Baustopp ergibt sich aus der Tatsache, dass es Nachweise von der BTU Cottbus (2003) und der TUB Freiberg (2013) gibt, die die Begründung des Sächs. Oberbergamtes für die Bauarbeiten am Knappensee widerlegen. Auf diese simplen Erkenntnisse, die die Gefahrlosigkeit des Knappensees belegen, erwarten wir eine fundierte Antwort vom Oberbergamt. Ihre Nachricht dazu enthält vom Amt wieder allgemeines pseudo-wissenschaftliches, Polit- Blabla. Natürlich brauchen wir die Antwort auch auf dem üblichen Postweg und nicht erst zu den Medien, und für die vom Amt, es geht wahrscheinlich nicht anders, wieder keine Begründung.

W.Petrick (Knappenseerebellen e.V.)