Auch die Sparkasse verabschiedet sich vom WK X

Freitag, 30. Mai 2014

Die Sparkasse im Rückspiegel. Heute soll der Pavillon entfernt werden.
Die Sparkasse im Rückspiegel. Heute soll der Pavillon entfernt werden.

Von Mirko Kolodziej

Frisches Bargeld ist im Hoyerswerdaer Nordosten künftig nicht mehr zu bekommen. Die Ostsächsische Sparkasse Dresden lässt heute den Bankomaten an der Otto-Nagel-Straße, also im WK-X-Rest, demontieren. Lebten im Viertel früher einmal mehr als 3 500 Menschen, sind es nach dem nahezu kompletten Wegriss der Wohnbebauung heute gerade noch 200, inklusive der Bewohner des Laurentius-Heims, von denen viele das Haus kaum verlassen.

Diesen durch die Stadtentwicklungspolitik forcierten Rückgang an Menschen im WK X merkt die Sparkasse natürlich auch an ihrem Bankautomaten vor Ort. Früher gab es in dem kleinen Pavillon an der Nagelstraße monatlich Tausende Abhebungen. „Heute sind es noch wenige hundert“, sagt Petra Gehlich, die stellvertretende Unternehmenssprecherin der Sparkasse. Und weil Aufwand und Nutzen in keinem für die Sparkasse vernünftigen Verhältnis mehr zueinander stehen, sollen heute die Monteure anrücken.

Der Automat, den sie abbauen, ist deutlich jünger als der Standort an sich. Die Maschine, die neben Bargeld auch Kontoauszüge ausspucken kann, wurde erst 2010 installiert. Damals modernisierte die Sparkasse alle ihre Bankomaten. Und weil der Apparat aus dem WK X also noch relativ neu ist, kommt er auch nicht auf den Schrott. Petra Gehlich sagt, entweder werde er an anderer Stelle wieder eingesetzt, wenn dort ein Bankomat kaputtgeht. Es gebe aber auch immer mal wieder gänzlich neue Standorte. In Hoyerswerda bleiben, nach dem Abbau des Geldautomaten in Knappenrode 2006, nach Kenntnis dieser Zeitung noch fünf Möglichkeiten, Geld an Sparkassen-Automaten abzuheben.

Entsprechend ausgestattet sind das „Kaufland“ im Industriegelände sowie die Filialen am Markt, an der Kühnichter Heide im WK IX, im Treff-8-Center sowie in der Lausitzhalle. In letztgenannte Niederlassung will die Ostsächsische Sparkasse noch in diesem Jahr eine sechsstellige Summe investieren. Wohl im Zusammenhang mit dem von den Städtischen Wirtschaftsbetrieben (SWH) als Gebäude-Eigentümer vorgesehenen Austausch der Fenster ist nämlich im Herbst eine Modernisierung der Sparkassen-Filiale in der Lausitzhalle geplant.

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