Abrissstrategie fehlt

Mittwoch, 30. März 2016

Foto: Gernot Menzel

Weil es im Moment keine gemeinsame Strategie für den weiteren Abriss von Wohnhäusern in Hoyerswerdas Neustadt gibt, droht der koordinierte Stadtumbau zum Erliegen zu kommen. Zumindest wird Oberbürgermeister Stefan Skora (CDU) in einem Protokoll zur letzten Sitzung der Arbeitsgruppe Stadtentwicklung mit den Worten zitiert, der Stadtumbau müsse eine Richtung haben. Wenn dies nicht gewollt sei, müsse man das sagen und den Prozess dann beenden.

Gemeint ist vor allem die Absprache zwischen Kommunalpolitik, Wohnungs- und Versorgungsunternehmen. Die Sackgasse tut sich in einem Moment auf, in dem die Kommunalpolitik sich eigentlich gerade entschlossen hatte, mit Hilfe von Themenforen die Bevölkerung in die Erarbeitung einer neuen Fassung des Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (Seko) einzubeziehen.

In Hoyerswerda leeren sich derzeit rund 200 Wohnungen im Jahr. Um abreißen zu können, muss man Menschen umziehen lassen, um den Leerstand zu konzentrieren. Keine Einigkeit gibt es derzeit dazu, wo im Neustadt-Gebiet das sein soll. (red)

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