Heute öffnet das längste Autohaus der Stadt

Mittwoch, 14. September 2011

Sven Friedrich bereitet im Autohaus Kieschnick ein Fahrzeug für die Automobil 2011 im Lausitzcenter vor.
Sven Friedrich bereitet im Autohaus Kieschnick ein Fahrzeug für die Automobil 2011 im Lausitzcenter vor.

Zum neunten Mal seit 2003 verwandelt sich das Hoyerswerdaer Lausitz-Center am Lausitzer Platz in den wohl größten Autosalon der Region. Modelle von Audi, Chevrolet, Dacia, Daihatsu, Ford, Hyundai, Kia, Mazda, Mercedes Benz, Mitsubishi, Opel, Renault, Skoda, Toyota und Volvo, in summa 15 Marken, werden von ihren regionalen Händlern gezeigt. 2010 hatte die Automobil geschätzt 30 000 Besucher – an jedem Tag! Auch 2011 heißt es wieder: Schauen und von Fachleuten beraten lassen. Vergleichen der Automobile nah an nah. Zusätzliche Angebote von Institutionen rund ums Auto kennenlernen (ADAC, Allianz, „Träume in Lack“ und LVM Versicherungen).

Und es gibt zwei Premieren. Im Gewinnspiel CashBox werden mehrmals am Tag per Glücksrad Kandidaten ermittelt, die dann in einer Art Telefonzelle nach im Luftstrom wirbelnden Papieren haschen. Bei Glück ist das ergatterte, nach draußen expedierte Blatt keine Niete, sondern Gutschein für einen der über 200  Gewinne rund ums Auto.
Die zweite Premiere heißt: „Stromer“. Erstmals wird neben Benzinern, Hybriden, Selbstzündern und autogas-betriebenen Fahrzeugen ein hundertprozentiges Elektro-Automobil gezeigt: der i-MiEV, das innovative Mitsubishi Electric Vehicle. Elektrofahrzeugen gelten grundsätzliche Sympathien, aber dennoch werden ihnen Zweifel entgegengebracht, was ihre Alltagstauglichkeit anbelangt.

Das betrifft vor allem Preis, Reichweite und Tankdauer (Wiederaufladezeit) sowie das durch die schweren Akkus bedingte Gewicht – also in Folge die vermutet geringen Fahrleistungen und die um der Masse willen vermeintlich reduzierte Ausstattung. Wir wollten wissen, ob das alles zutrifft. Mit anderen Worten: Wie tauglich ist ein solches Fahrzeug in Hoyerswerda? Wir hatten den i-MiEV einen Tag im Redaktions- und Privatbetrieb.

Die Reichweite, angegeben mit 144 Kilometern, haben wir nicht ausgeschöpft. Für City-Unternehmungen reicht sie allemale. Und selbst wenn’s in der Stadt einmal eng wird, weder die eigene Garage noch eine Elektrotankstelle mit 30-Minuten-Schnelllade-Station für 80 % der Akkumulatorenkapazität in Sicht ist: ein Verlängerungskabel und eine höfliche Bitte helfen, siehe oben, meist aus der größten Bredouille. Denn der i-MiEV begnügt sich mit „Normal“: 220-Volt-Steckdose. Zwischentanken schadet den Akkus nicht, die bis zu 150 000 km halten sollen. Zudem fließt bei beschleunigungsfreier Fahrt ein Teil der Energie zum Laden in die Batterie zurück. Das wird am Tacho angezeigt.

Erstaunlich flink ist er an der Kreuzung und läuft 130 km/h Spitze. Vier Passagiere haben komfortabel Platz; man kann auch den Wochenendeinkauf verstauen. Gewöhnungsbedürftig sind (fast) Geräuschlosigkeit, Kupplungslos- Fahren und der Preis ab 34 390 Euro. Da darf der Gesetzgeber über finanzielle Kauf-Ermutigungen für Privat nachdenken ... Für gewerbliche Innerstadt-Vielfahrer könnte sich der Wagen dank Strom-Tanken rechnen. Der Unterhalt soll nur ein Drittel des für einen Benziner betragen.

Sie finden den i-MiEV und „alternativ“ die vorgenannten konventionell zu betankenden Automobile von heute bis Sonnabend (14. bis 17. September) im Lausitz-Center auf der Automobil 2011.

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