100 neue Jobs in Wittichenau

Freitag, 14. Oktober 2011

Die Maja-Möbelwerke werden zum wiederholten Mal erweitert.
Die Maja-Möbelwerke werden zum wiederholten Mal erweitert.

Zwanzig Jahre nach Gründung und Grundsteinlegung im Gewerbepark Brischko, sozusagen im Jubiläumsjahr, plant die Maja Möbelwerk GmbH einen weiteren umfassenden Ausbau des Unternehmens. Wie Maja-Geschäftsführer Uwe Gottschlich die Wittichenauer Stadträte am Mittwoch informierte, will sein Betrieb innerhalb der nächsten Jahre zwischen 40 und 50 Millionen Euro investieren, um Mitte 2013 mit der Produktion von Leichtbau-Möbeln beginnen zu können. Aktuell befindet sich das Unternehmen in Vertragsverhandlungen mit dem Kunden Ikea, die in den nächsten Wochen abgeschlossen sein sollen. „Geplant ist die Herstellung von jährlich drei Millionen Stück Möbeln in Leichtbauweise“, sagte Uwe Gottschlich. Zu den derzeit rund 400 Mitarbeitern würden bis 2014 weitere 100 bis 120 dazukommen. Maja will nun weitere Produktionshallen an die bestehende Fabrik anbauen und neue Produktionsanlagen installieren.

Jedoch: „Wir können im Moment nicht weiter wachsen, unsere Produktionsfläche ist begrenzt“, so der Geschäftsführer. Maja war bereits 2007 mit der Erweiterung seiner Betriebsfläche auf 35 000 Quadratmeter an die Grundstücksgrenzen gestoßen. Um das geplante Großvorhaben umsetzen zu können, hat Maja in diesem Jahr bereits ein benachbartes unbebautes 22 000 Quadratmeter großes Grundstück im östlichen Teil des Gewerbeparks von der Firma Möbel Kobalz erworben.Sind die Vertragsverhandlungen mit Ikea unter Dach und Fach, tritt Möbel Kobalz weitere ungenutzte Flächen an Maja ab.

Der aktuelle Bebauungsplan für das Gewerbegebiet muss jedenfalls geändert werden, so dass weitere Firmenansiedlung möglich ist. Laut Uwe Gottschlich hat Maja bereits erste Gespräche mit Trägern öffentlicher Belange geführt; Gutachtenerstellungen unter anderem in puncto Lärm und Emissionsschutz laufen. „Bisher gab es nur positive Rückmeldungen“, ließ der Maja-Chef die Stadträte wissen.

Die trugen am Mittwoch ihren Teil dazu bei, dass die Zeichen für die Werkserweiterung auf Grün stehen. Sie beschlossen die 5. Änderung des Bebauungsplans Gewerbegebiet Brischko. Planer wird die Bürogemeinschaft Dr. Braun & Barth in Dresden sein, die schon häufiger mit Bauleitplanungen in der Region betraut worden ist.
„Es sind noch einige Hürden zu nehmen“, sagte Bürgermeister Udo Popella (CDU), „aber das Vorhaben hat große Bedeutung für Wittichenau und ganz Sachsen.“

Der Stadtrat könne durch seinen Beschluss den Weg für das Baurecht freischießen. Mit Änderung des B-Planes müssen Ausgleichspflanzungen geleistet werden; zudem gelten für das Plangebiet andere Festlegungen. Zwei Probleme sah der Bürgermeister noch, „an denen es aber nicht scheitern sollte“: Zum einen muss eine Trinkwasserleitung, die sich zwischen dem bestehenden Maja-Werk und Möbel Kobalz befindet, verlegt werden. „Gespräche mit der ewag laufen“, informierte Udo Popella. Zudem spiele der Brandschutz bei der Art der Produktion sowie den „Riesenbaumassen“ eine große Rolle. In der Löschwasserbereitstellung müsse die Stadt nachrüsten.

Uwe Gottschlich versprach den Stadträten auf Nachfrage sinngemäß ruhige Zeiten. Der künftig zu erwartende hohe Anlieferverkehr soll durch entsprechende bauliche Maßnahmen abgefangen werden. In diesem Zusammenhang kündigte der Bürgermeister an, dass die Staatsstraße 285 zum Gewerbegebiet Brischko eine „andere Priorität“ erhalten muss.

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Kommentar von Reisch Enrico |

Am 12.06.2013 habe ich , in Hoffnung auf einen Arbeitsplatz bei den MAJA-Werken Wittichenau, eine Ausbildung als Maschienen Führer bei den Möbelwerken abgeschlossen.
Diese Ausbildung dauerte 5 Monate und wurde in Zusammenarbeit mit den Maja werken durch die GAF-Hoyerswerda durchgeführt.
Als am 12.06. die Ausbildung abgeschlossen war , wurde uns Mitgeteilt
das wir demnächste von MAJA -möbel einen Anruf zu einstellung erhalten würden ..
Ich erhielt trotz vorheriger Zusage jedoch einen Brief mit dem Inhalt
der mir klarstellte das Maja keine freien Arbeits Plätze hätte.

Aus diesen Grunde Frage ich mich:
1. für was dann die 5 monatige Ausbildung mit den 10 wochen Praktikum im Möbelwerk MAJA Wittichenau? (Ist diese Firma nur auf billige Arbeitskräfte aus?=
2. Warum wird erst zugesagt das man Eingestellt wird wenn dann ein Negativer Bescheid kommt ? (will man die Leute verärgern?)

in dem Sinne : Danke für 5 Monate Sinnloser vergeudung meiner Arbeitskraft ^^

MfG E. Reisch