Woyski-Stiftung legt umfassenden Werkskatalog vor


von Tageblatt-Redaktion

Ingrid Tempel - links -  und Angret Gläsel von der Stiftung wühlten viele Stunden in Archivmaterialien, um jeder Arbeit im Katalog auch das richtige Material oder das korrekte Entstehungsdatum zuordnen zu können.
Ingrid Tempel - links - und Angret Gläsel von der Stiftung wühlten viele Stunden in Archivmaterialien, um jeder Arbeit im Katalog auch das richtige Material oder das korrekte Entstehungsdatum zuordnen zu können.

Zehn Jahre nach dem Tod des Künstlers Jürgen von Woyski hat die von ihm noch selbst mitbegründete Stiftung gleichen Namens einen Katalog mit allen rund 150 Woyski-Werken in ihrem Besitz vorgelegt. „Wir sind glücklich, dass wir diesen, seinen Wunsch nun endlich erfüllen können“, sagte die Stiftungsvorsitzende Angret Gläsel am Dienstag bei der Präsentation des 50-seitigen Druckwerkes in der Sparkassen-Filiale am Hoyerswerdaer Markt.

Der Ort war mit Bedacht gewählt, denn die finanzielle Unterstützung der Sparkassen-Regionalstiftung für Kunst und Kultur hat das Erscheinen des Druckwerkes möglich gemacht. Geholfen haben aber auch andere Sponsoren. Heinz Auerswald, der Chef des Stiftungs-Kuratoriums, verwies zudem auf viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit. So haben Angret Gläsel und Ingrid Tempel häufig unter dem Dach des Schlossmuseums in Papieren gewühlt, um jedem Werk im Katalog auch das korrekte Entstehungsjahr oder das richtige Material zuordnen zu können. Für die Fotografien im Werkskatalog zeichnet von Woyskis Schwiegersohn Ivo Mohrmann verantwortlich. Eine Enkelin war am Satz beteiligt.

Die Stiftung verwaltet Plastiken, Keramiken und Zeichnungen aus der Hand des Hoyerswerdaer Ehrenbürgers, darunter den Taubenbrunnen in der Niederkirchner-Straße oder das Stelen-Fragment vor dem Neuen Rathaus. Unter den Modellen im Stiftungsbesitz finden sich im Katalog unter anderem Studien zum Sorbenbrunnen auf dem Markt, zur Christus-Figur an der Dörgenhausener Kapelle oder zur Kutschen-Plastik „Gespann“ am Einkaufskomplex im WK II, die von Woyski zum 3. Bildhauersymposium im Jahr 1979 geschaffen hat.

Vom Katalog sind 750 Exemplare gedruckt worden, die man für jeweils 12,50 Euro erwerben kann. Der Erlös kommt der Arbeit der an Barmitteln nicht eben üppig ausgestatteten Stiftung zugute, die über einen eigenen Raum im Museum verfügt, in dem viele Arbeiten Jürgen von Woyskis ausgestellt sind. Heinz Auerswald sagt, es gebe schon noch die eine oder andere Idee, auf welche Art die Präsentation der Werke im Schloss noch verbessert werden könnte. (MK)

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