Wohl auch vier Bewerber in Wahlrunde zwei


von Tageblatt-Redaktion

Wohl auch vier Bewerber in Wahlrunde zwei
Foto: Mirko Kolodziej

Hoyerswerda. Dem Stand der Dinge nach wird der Stimmzettel zur zweiten Runde der Wahl des Bautzener Landrates am 3. Juli genauso aussehen wie jener zum ersten Urnengang (im Bild) am Sonntag. Denn zwar ist noch bis Freitag Zeit, Kandidaturen amtlich zurückzuziehen – allerdings will dies wohl keiner der vier Bewerber tun.

Die Sächsische Zeitung meldet, alle Herren würden wieder antreten wollen. Nach dem Mehrheitswahlrecht hätte es für einen Erfolg in Runde eins mehr als 50 Prozent der abgegebenen Stimmen gebraucht. Da keiner der Vier diesen Zuspruch hatte, folgt Abstimmung zwei. Dabei reicht die relative Mehrheit.

Laut vorläufigem Ergebnis erhielt Udo Witschas (CDU) am Sonntag 44.123 Stimmen. Frank Peschel (AfD) kam auf 32.284, Alex Theile (SPD, Grüne, Linke) auf 28.779 Stimmen. Bei Einzelbewerber Tobias Jantsch machten 9.846 Kreisbewohner ihr Kreuz. Von den 245.437 Wahlberechtigten nahmen 116.946 teil. (red)

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Kommentare zum Artikel:

Ronald Will schrieb am

Welchen Grund gibt es für die Herrn auf Platz 4 und 3 erneut anzutreten? Sie sehen doch schwarz auf weiß, dass über 77.000 Wähler und über 125.000 Nichtwähler diese beiden Menschen nicht als ihren Landrat wünschen. Warum also noch einmal zur Wahl antreten? Mir kommt da nur ein Gedanke: Es ist gewünscht, dass der Herr Peschel nicht gewinnt. Ein alter Trick. Wenn es wahre aufrechte Demokraten wären, würden sie die Entscheidung des 1. Wahlganges akzeptieren und nun zugunsten einer überzeugenden echten Stichwahl der zwei vorderen Kandidaten sich zurückziehen. Dann hätte der Gewinner auch die wahre demokratische Legitimierung, der gewünschte Landrat der MEHRHEIT zu sein. Nun ist die Gefahr, dass bei gleichem Wahlausgang in Runde 2 der Sieger dann Herr Witschas wäre, aber nur von rund 38% der Wähler gewählt. Rund 62 % hätten ihn also NICHT gewählt. Die Mehrheit also, hat ihn nicht gewählt und trotzdem würde er Landrat. Ich wünschte mir einen Landrat, der wirklich von einer Mehrheit gewählt wird.

Reinhard Ständer schrieb am

Die geringe Wahlbeteiligung lag wohl daran, dass viele das schöne Wetter für Wochenendausflüge nutzten. Das wird vermutlich am 3. Juli ähnlich sein. Vielleicht sollte man Wahlen besser im März oder Oktober durchführen.

Rita Hertel schrieb am

Hallo Herr Will,

warum sollte Herr Theile nicht nochmal antreten – bei Herrn Jantsch begreife ich es nicht. Aber alle vier Kandidaten haben das Recht noch einmal anzutreten, also müssen wir es akzeptieren.

Wir alle wünschen uns einen Landrat, der von der Mehrheit gewählt wird. Aber es liegt doch an den Bürgern des Landkreises, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Aber viele interessiert es wahrscheinlich nicht – aber dann nach der Wahl meckern! Eine Wahlbeteiligung von 33,43 % sagt doch eigentlich alles.

Hallo Herr Ständer,

warum sollte man die Wahl im März oder Oktober durchführen – denken Sie, dass dann mehr Bürger wählen gehen? Jeder hat auch die Möglichkeit der Briefwahl. Und wenn ich wirklich interessiert bin, in unserem LK was zu verändern, nutze ich diese Möglichkeit.

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