WK-IX-Bebauung bleibt in der Diskussion


von Tageblatt-Redaktion

WK-IX-Bebauung bleibt in der Diskussion
Foto: Mirko Kolodziej

Hoyerswerda. Nachdem die Stadt die im Frühling zur Einsichtnahme für die Öffentlichkeit ausgelegten Pläne für ein Wohn- und Einkaufsgebiet „Neue Kühnichter Heide“ im WK IX in der damaligen Form beerdigt hat, bleibt die Zukunft des Areals Gesprächsthema. In der Stadtratssitzung am Dienstag gab es mehrere Wortmeldungen sowohl aus der Bürgerschaft wie auch aus dem Rat dazu.

So machte Lausitz-Center-Manager Dieter Henke noch einmal seine Ablehnung von großflächigem neuen Einzelhandel deutlich. Hatte das Rathaus schon im Juli eine erneute Offenlage überarbeiteter Planentwürfe angekündigt, hieß es im September, ein Gutachter solle untersuchen, welche Verkaufsflächengröße verträglich wäre.

Schon vor einem Jahr hatte der Rat dem Verkauf betroffener Flächen für 350.000 Euro an eine Projektentwicklungsgesellschaft zugestimmt. (red)

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Kommentare zum Artikel:

Nick Jantschke schrieb am

Ich kann die Aufregung ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Es ist so ein Privileg für unsere Stadt, dass sich überhaupt ein solch großer Investor findet, der in unserer Stadt investieren will. Gerade in Zeiten von hohen Zinsen und einer schwierigen wirtschaftlichen Lage.
Durch diese Investition entsteht nicht nur ein neuer Einkaufsmarkt (überwiegend Lebensmittel), den wir so bisher noch nicht haben – nein, es entsteht ein komplett neuer Komplex in dem Menschen ihr neues Zuhause finden, einkaufen und leben können. Es ist so eine Bereicherung für unsere Stadt und insbesondere für die Neustadt, die durch den Abriss von WK 10, 9 und auch 8 brach liegt. Wir haben uns von einer Stadt aus Beton zu einer grünen Oase gewandelt. Ich denke, wir haben genug grün, sodass wir auch mal wieder daran denken können diverse Gebiete wieder zu bebauen und das auch mit weiterhin viel Grün und vielen Bäumen.
Wenn wir diesen Investor jetzt durch solche Aktionen (bsp. das Papier in dem total überspitzt schwarzgemalt wird und in den auch teilweisen Unwahrheiten verbreitet werden) wie die vom Lausitz Center (bzw. Herrn Henke) verlieren, dann wird dieser nicht wiederkommen. Spricht sich dies erstmal herum, wird hier generell keiner mehr in Hoyerswerda investieren, wenn man merkt, dass dies durch diverse Menschen offensichtlich blockiert oder schlecht gemacht wird.
Es wird immer geschimpft auf diese Stadt, wenig gelobt. Aber wenn was Neues entstehen will, dann kommen wieder einige aus ihren Löchern gekrochen und poltern ohne Ende. So war es damals auch schon bei der Zoowiese (auch hier hatte Herr Henke schon schwarzgemalt) – und was ist heute? Heute ist es nicht mehr wegzudenken und es wurde perfekt von den Hoyerswerdaern angenommen.
Genau so wird es auch bei dem neuen Komplex sein.
Klar kann ich das verstehen, dass einige Angst haben, dass z.B. das Treff-8-Center oder andere Einkaufsmärkte aber sind wir mal ehrlich, das Lausitz-Center wird am wenigsten davon abbekommen und auch andere wie der Globus etc. werden ihre Kundschaft erhalten. Ich denke, da werden zum Großteil Leute aus der Umgebung (wie auch bei allen anderen Supermärkten) einkaufen gehen oder Durchreisende.
Hier wird wieder viel Wind wegen nix gemacht und es ist traurig zu sehen, dass man solche Investitionen, die unsere Stadt aufwerten, blockiert werden.
Mal ganz am Rande ist es auch kein Geheimnis, dass der Aldi im LC oder auch der Rossmann sich verändern wollen, egal ob da ein neuer Komplex entsteht oder nicht, dass liegt aber vielmehr an der Infrastruktur, die für beide Läden nicht optimal ist.
Ich hoffe und drücke die Daumen, dass unsere Stadt wieder einen neuen kleinen Komplex bekommt, in dem man auch gern verweilt und der gerade auch für Gäste, die nach Hoyerswerda kommen, wieder ein tolles neues Bild abgibt.

Beste Grüße
Nick Jantschke
Beratender Bürger des Technischen Ausschusses

Matthias Schneidewind schrieb am

Es ist immer interessant, wie sich diverse Wendehälse wie der LC-Chef und andere sich dagegen sprechen, weil sie Angst haben, dass ihr Bunker Kundschaft verliert. Warum soll nichts neues kommen? Leben wir im Mittelalter? Es kann doch nicht sein, dass solche Leute sich einmischen wie bei Expert jetzt der LC-Chef. Fragt euch mal warum – das LC ist einfach nur noch ein Lumpenladen, Expert kann man in die Tonne treten, wenn man was braucht, gibt es dort nix und wenn ja, alles sinnlos überteuerte alte Lagerware (man mache aus Scheiße Gold sozusagen).
So wie früher wird es auch nicht mehr, aber die tollen Chefs müssen sich abfinden, dass auch ihre Läden einfach nicht mehr modern und zeitgemäß sind, eher leben die hinter dem Mond.

Andreas Müller schrieb am

Im ersten Kommentar des beratenden Bürgers (was macht der im Technischen Ausschuss?) geht es nur um die neuen Einkaufsmöglichkeiten. Von Natur und Mietern der Häuser keine Rede. Für mich ist klar, dass es dem beratenden Bürger nur ums Bauen geht. Der zweite Kommentar schimpft über zwei stadtbekannte Einkaufsmöglichkeiten – scheint ein unzufriedener Kunde zu sein. Also nichts Sachliches zum Thema.
Warum muss eine Grünfläche wieder bebaut werden? Die Stadt sollte sich mehr klimagerecht aufstellen, weniger Fläche neu bebauen und vorhandene Grünflächen auf die trockene Zukunft vorzubereiten. Und was aus Stadtbesitz einmal verkauft ist, ist weg.

Nick Jantschke schrieb am

Hallo Herr Müller,
Also in meinem Post habe ich bsp. "...es entsteht ein komplett neuer Komplex in dem Menschen ihr neues Zuhause finden, einkaufen und leben können..." oder "...von einer Stadt aus Beton zu einer grünen Oase gewandelt. Ich denke, wir haben genug grün, sodass wir auch mal wieder daran denken können diverse Gebiete wieder zu bebauen und das auch mit weiterhin viel Grün und vielen Bäumen..."
Da verstehe ich jetzt nicht, warum ich hier nicht auf Natur oder den Bürger eingegangen bin.
Bei aller Liebe, aber bei manchen Leuten habe ich das Gefühl, dass die Angst vor Neuem, Veränderung oder Fortschritt so groß ist, dass sie lieber gerne wieder auf dem Feld in ihrem Zelt wohnen wollen.
Für mich ist das Thema Natur im Bezug auf Hoyerswerda überhaupt kein Thema. Mittlerweile ersticken wir fast vor Grün, wenn man es in Relation zu unser versiegelten Fläche um 1990 sieht. Vor allem wird bei neuen Erschließungen / Bebauungen schon seitens des Gesetzgebers geschaut, dass nur ein gewisser Teil versiegelt werden darf. Früher wurde einmal überall Beton gegossen und 1m Grünstreifen frei gelassen. Wenn ich mir heutige Baumaßnahmen anschaue wie z.B. WK5 oder das neue Projekt in dem Bleichgässchen oder das kommende von den Lebensräumen an der Elster, dann entstehen da neben tollen Wohnhäusern auch wunderschöne Grünanlagen mit Bäumen, Wiesen, Spielplätzen etc.
Es gibt für mich daher keine Diskussionsgrundlage das Thema "Grün" oder "Natur" in Zusammenhang mit dem Komplex auf die Agenda zu nehmen.
Ich bin gern für den Umweltschutz (behutsam und mit klugen Ansätzen) und bin auch gerne im Grünen draußen, aber wenn bei solchen Objekt was adäquates neues entsteht und am Ende mehr Bäume als vorher stehen und die Fläche im gesamten besser ausschaut, dann gern und sofort.

Katrin Rothe schrieb am

Es ist doch zu überlegen, in einigen größeren Städten werden Märkte (Kaufland) geschlossen und hier wollen sie einen neuen bauen. Es ist doch besser, die Geschäfte in der Altstadt und in den vorhandenen Einkaufszentren zu erhalten und aufzubauen. Hoyerswerda wird sicher keine Großstadt mehr.

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