Warnstreik an Hoyerswerdas Seenland-Klinikum


von Tageblatt-Redaktion

Warnstreik an Hoyerswerdas Seenland-Klinikum
Foto: Sascha Klein

Hoyerswerda. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenhauses haben sich am Donnerstagmorgen vor dem Gebäude versammelt. Anlass: ein Warnstreik. Eine Notversorgung bleibt erhalten – so teilt es das Management des Seenland-Klinikums auf Anfrage mit. Zusätzlich würden bereits vorbereitete oder dringliche Operationen und Eingriffe durchgeführt und selbstverständlich auch Notfälle behandelt.

Die Gewerkschaft Verdi hat die nichtärztlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lausitzer Seenland Klinikum GmbH aufgerufen, zwischen 6 Uhr und 22 Uhr die Arbeit niederzulegen. Anlass sind Lohnforderungen, genauer eine Anhebung in Höhe von elf Prozent.

Die Klinik-Leitung zeigte sich überrascht. Es habe nicht nur erst eine Verhandlungsrunde, sondern auch im gesamten Sana-Verbund noch nie einen derartig kurzfristigen Streikaufruf gegeben. Man werde vor allem geplante Operationen verschieben müssen und eventuell würden im Bereich der Pflege Einschränkungen spürbar:

Wir behandeln hier keine Gummibärchen, sondern Menschen, die sich mental auf eine Operation vorbereiten und in der Regel mit Anspannung in unser Haus kommen. Für diese ist so eine kurzfristige Terminabsage durchaus ein Problem.

Für den Nachmittag hat sich Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) angekündigt. Sie will sowohl mit dem Betriebsrat wie auch mit der Geschäftsleitung sprechen. (red)

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Kommentare zum Artikel:

Birgt Bartuschka schrieb am

Kaum einer hört ihre Klagen, kaum einer sieht ihre Erschöpfung, kaum einer kennt ihre Einsatzbereitschaft, aber alle brauchen das Pflegepersonal. WACHT ENDLICH AUF!! Ich wünsche dem Personal des LSK für den heutigen Tag und für die Zukunft alles Gute. Zeigt und lasst euren Arbeitgeber und die Bevölkerung lesen und hören, wie wichtig und wertvoll ihr seid.

Jean Haake schrieb am

"Gute Pflege hat nun mal seinen [sic!] Lohn"?
Aber Moment mal ... ich kann mir nicht vorstellen, dass die Arbeit mit dem jetzigen Mitarbeiterbestand weniger anstrengend ist, wenn es mehr Gehalt gibt. Wäre es nicht sinnvoller, nach mehr Personal zu rufen?

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