Wenn ein Roboter im OP-Saal assistiert
Hoyerswerda. So soll am Seenland-Klinikum die Zukunft des Operierens aussehen. Am System Da Vinci der US-amerikanischen Firma Intuitive Surgical beugt sich der Operateur nicht über den Patienten auf dem OP-Tisch (rechts), sondern steuert von einer Konsole aus (links) einen Roboterarm. Dieser ist besser als eine menschliche Hand in der Lage, ohne zu zittern oder müde zu werden, auch grazilste OP-Instrumente präzise zu setzen – die Steigerungsstufe von minimal-invasiv.
Das Krankenhaus will sich solche Technik für Roboter-assistiertes Operieren ebenso anschaffen wie ein System, das es erlaubt, digitale Radiologie-Bilder während einer Operation zu liefern. Für die Technik ist ein Finanzierungs-Antrag über den Strukturstärkungs-Fonds des Bundes für die Noch-Kohle-Regionen jetzt zunächst vom Regionalen Begleitausschuss für gut befunden worden. Es geht um eine Summe von fast fünf Millionen Euro.
Ein Reallabor für neue Medizintechnik und Gesundheitsrobotik ist Teil eines Konzeptes unter der Begrifflichkeit Virtual Smart Hospital. Das Klinikum hat dazu in einer Machbarkeitsstudie verschiedene Ideen untersuchen lassen. Darunter ist auch der Gedanke, verschiedene Partner im Gesundheitssystem auf digitale Art miteinander zu vernetzen. (red)
Kommentare zum Artikel:
Katrin Rothe schrieb am
Die neue Technik gut und schön. Aber was hat das mit neuen Arbeitsplätzen nach der Kohle zu tun. Nichts! Wenn man sich die eingereichten Anträge ansieht, haben fast 80% nichts mit der Kohleregion zu tun. Viele Städte und Gemeinden wollen sich so "verschönern ". Mal sehen, wo das noch hinführt. Mfg
Karl-Heinz Wiebach schrieb am
Solange Spaßbäder und Oldie-Züge aus dem Kohletopf finanziert werden, ist das wohl eine bessere Lösung.
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