Weitere Sars-CoV-2-Fälle - weitere Schließungen


von Tageblatt-Redaktion

Weitere Sars-CoV-2-Fälle - weitere Schließungen
Foto: Dr. Fred Murphy & Sylvia Whitfield/CDC - via Charité

Hoyerswerda. Bei zwei weiteren Menschen in der Stadtregion sind Viren vom Typ Sars-CoV-2 nachgewiesen worden. Wie das Landratsamt Bautzen in seiner mittlerweile täglichen Lagemeldung informiert, gibt es auch im Raum Bautzen einen neuen Nachweis.

Die Zahl der diagnostitierten Fälle im Kreisgebiet sei damit auf 17 gestiegen. Inzwischen seien kreisweit mehr als 300 Personen in häuslicher Quarantäne. Die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes würden auch übers Wochenende Abstriche nehmen und Kontakte recherchieren.

Auch die Kreisverwaltung bittet darum, „die sozialen Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren“. Für das Landratsamt werde ein eingeschränkter Dienstbetrieb vorbereitet.

Das Hoyerswerdaer Rathaus ist ebenfalls in Alarmstimmung. Wie mitgeteilt wird, wurde nicht nur ein Krisenstab eingerichtet. Sondern von Montag an seien bis auf Bürger- und Standesamt alle Dienststellen der Stadt für Bürger geschlossen - bis Ostern.

Nach Lausitzhalle und Lausitzbad sind laut Stadtverwaltung nun auch das Stadtmuseum, die Stadtbibliothek, die Volkshochschule und die Musikschule zu. Desselbe gelte für Bürgerhäuser, Vereinsheime und Turnhallen.

Oberbürgermeister Stefan Skora: „Wir werden die Ausbreitung des Coronavirus nicht verhindern können. Aber jeder und jede Einzelne muss mit seinem Handeln dazu beitragen, dass sich die Geschwindigkeit der Verbreitung nicht erhöht.“ -red-

Nachtrag: Ebenfalls geschlossen worden ist das Konrad-Zuse-Computermuseum.



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Kommentare zum Artikel:

Holger Wendt schrieb am

Was könnte man machen, wenn man die sozialen Kontakte einfriert? Zum Beispiel lesen. Dank Schließung der Stadtbibliothek ist das nicht möglich. Weder für die Kinder und Jugendlichen, die in Zwangsferien sind, noch für Erwachsene. Ich persönlich habe mich bei Thalia mit 1800 Buchseiten eingedeckt. Kapitalismuskritisch, denn diese Situation rund um das Coronavirus läßt viel zu wünschen übrig. Ein wenig mehr Augenmaß hätte ich von der Stadtverwaltung schon erwartet. Auch, wenn sich dort viele auf die Pensionszeit vorbereiten.

Ulrike Rose schrieb am

Wir durchleben zur Zeit eine für uns sehr neue Phase im Leben. Ich sehe im Erleben einer Pandemie eine große Herausforderung an uns alle. An dieser Stelle möchte ich mich bedanken. Bedanken bei unseren Ärzten*innen, den med. Fachangestellten, den Mitarbeitern im Gesundheitsamt, den Politikern und allen Denjenigen, welche einen Anteil daran haben, Entscheidungen zu treffen und uns zu informieren. Wenn das Leben wieder zur Normalität zurück gekehrt ist, werden wir klüger sein. Jetzt ist es so, wie es ist.

Colette Piwarz schrieb am

Holger Wendt, stehe gern mit Büchern zur Verfügung. Die Herausforderung werden und müssen wir leisten. Meines Erachtens sollte man das öffentliche Leben komplett einschränken, Gaststätten und Geschäfte ( bis auf Apotheken und Lebensmittel) schließen. Was nützt es, Schulen zu schließen, wenn man dann zum Shopping fährt? Ich appelliere an alle: Lasst Vernunft walten, helft euch gegenseitig und achtet auf euch und den anderen. Besonderer Dank gilt den Pflegekräften und Ärzten, die jetzt schon am Limit arbeiten.

Marina Muecke schrieb am

Kann mir bitte einer erklaeren, was der Ausloeser fuer diesen Coronavirus ist, manche sagen Ibuprofen, andere erzaehlen vergammeltes Fleisch vom Chinamarkt und wieder andere sind vom Einsatz chemischer Keule ueberzeugt, was ist wahr?

Mirko Kolodziej schrieb am

Sehr geehrte Frau Muecke, ich bin kein Virologe, versuche es aber trotzdem mal: Viren sind organische Strukturen, deren genetische "Baupläne" und deren Eigenschaften sich ändern können. Sie brauchen zur Vermehrung und Verbreitung Wirtszellen, grob gesprochen also Leben. Ibuprofen ist im Wesentlichen eine chemische Verbindung. Beides hat nichts miteinander zu tun. Mit Sars-CoV-2-Viren scheint man sich laut Robert-Koch-Institut vor allem durch Tröpfcheninfektion anstecken zu können, also wenn man angehustet oder angeniest wird bzw. mit anderen Körperflüssigkeiten von infizierten Menschen in Kontakt kommt. Das ist der Grund dafür, dass die Behörden raten, direkte Kontakte zu anderen Menschen einzuschränken. Umfassende Informationen: www.rki.de . Mirko Kolodziej, Redaktion

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