Verfahren um Urologie-Tauziehen ist beendet


von Tageblatt-Redaktion

Verfahren um Urologie-Tauziehen ist beendet
Foto: Ralf Grunert

Hoyerswerda. Nachdem das Medizinische Versorgungszentrum von Dr. Katharina Varga (rechts) bei der Neuvergabe eines Urologie-Kassenarztsitzes in der Stadt einem anderen Bewerber unterlegen war, bleibt die Praxis im Ärztehaus des Klinikums wenigstens für privat Versicherte oder Selbstzahler bestehen. Jedoch wird es in Bälde aber eine Alternative auch für Kassenpatienten geben – wenn auch in 25 Kilometern Entfernung.

Die Kassenärztliche Vereinigung hat der Mannschaft von Dr. Varga, Urologie-Facharzt Rashko Krsteski (links), Schwester Susi und Schwester Angelika einen halben Kassensitz in Königswartha angeboten – das MVZ griff zu. Eröffnung der Praxis soll am 1.Oktober in einem Gesundheitszentrum an der Hermsdorfer Straße sein, das sich derzeit im Bau befindet.

Das juristische Tauziehen um die Kassen-Zulassung in Hoyerswerda nennt Dr. Varga eine Tragödie für die Patienten. Inzwischen hat das Sozialgericht das Verfahren zur Vergabe bereits im Mai bestätigt. Innerhalb von drei Monaten, so die Kassenärztliche Vereinigung, müsse der siegreiche Bewerber seine Praxis eröffnen. Sonst verliere er die Zulassung wieder. (red)

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Kommentare zum Artikel:

Angelika Müller schrieb am

Da sieht man es wieder, alle Menschen sind gleich, aber manche eben doch gleicher! Privatpatienten und Selbstzahler dürfen bleiben, das Volk kann ja ruhig fahren. Traurig...

Karl Weiß schrieb am

Solche Entscheidungen können nur jene treffen, welche sich noch nie krankheitsbedingt in eine Urologische Behandlung begeben mussten und froh wären auf kürzesten Wege Hilfe zu bekommen. Sonst würde man wissen, welch unangenehme Belastungen entstehen können,wenn man auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist. Vor allem sieht man wieder den Stellenwert des Durchschnittsbürgers in unserem Gesundheitswesen.

Jürgen Kraft schrieb am

Eine bodenlose Frechheit was hier in den Kommunistischen Hoyerswerda so abgeht. Konnte sich nicht der Bürgermeister für die alten Leute einsetzen? Bei der AFD wäre dies nie passiert, aber leider hat ja Hoerswerda Kommunistisch gewählt.

Ernst Burschik schrieb am

Der Verfasser des Kommentars vom 18.07.2022 hat offensichtlich etwas verwechselt.
In Hoyerswerda regieren keine Kommunisten.
Bei der AfD....?
Wo ist denn der Einsatz der AfD-Vertreter im Landtag für das Problem in Hoyerswerda sichtbar geworden?
Die Ursache ist nicht das Wahlergebnis in Hoyerswerda, sondern die bestehenden gesetzlichen Regelungen – an denen auch ein AfD-Oberbürgermeister nichts ändern könnte.
Da muss sich schon im Bundestag etwas tun. Nur von dort sind von der AfD entsprechende Vorschläge zu hören.

Renate Glogowski schrieb am

Als ich erfuhr, dass die Urologische Praxis in der Grollmußstraße wieder besetzt ist, war ich sehr erfreut. Doch die Freude war nur von kurzer Dauer. Ich finde es sehr schade, dass die Praxis von Frau Dr. Varga jetzt nur noch für Privatpatienten da ist! In Hoyerswerda werden die Menschen ja auch immer älter und sind auf Hilfe angewiesen. Nach Königswartha kann man leider nicht mit dem Fahrrad fahren, was ich hier immer tat – also jetzt mit dem Auto, solange es physisch noch funktioniert. So viel übrigens zum Thema "weniger Auto fahren"! Mit einem urologischen Problem hat man gelegentlich auch ein Problem mit öffentlichen Verkehrsmitteln ... (Toilette)

Trotz allem, alles Gute dem Praxisteam!

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