WK IX: Unverständnis über großflächige Fällungen


von Tageblatt-Redaktion

WK IX: Unverständnis über großflächige Fällungen
Foto: Nabu Hoyerswerda

Hoyerswerda. Entsetzt haben Umweltfreunde auf großflächigen Kahlschlag im WK IX reagiert. Zwischen dem Appartementhaus in der Herrmannstraße, dem Obdachlosenwohnheim, der Stauffenberg- und der Scharnhorststraße ist in den letzten Tagen eine dreistellige Zahl von Bäumen gefällt worden – die meisten augenscheinlich gesund und einige offensichtlich recht alt.

Eine Vorabinformation, eine Begründung oder gar eine Diskussion gab es nicht. Die Ortsgruppe des Naturschutzbundes hat von der Stadt unter Verweis auf die Baumschutzsatzung eine Erklärung gefordert. Aus dem Rathaus hieß es auf Anfrage zunächst nur, man habe gemeinsam mit Wohnungsgesellschaft und LebensRäume-Genossenschaft “eine Entwicklung“ vor. (red)

Nachtrag: Die Stadt, die LebensRäume und die Wohnungsgesellschaft haben bei einem Vor-Ort-Termin am Mittwochvormittag wissen lassen, dass es an Ort und Stelle vorwiegend um neue Wohnbebauung gehen soll. Es sei aber zudem ein weiterer Partner im Boot, der etwas anderes vorhabe, noch allerdings nicht in die Öffentlichkeit wolle. Die betroffene Fläche ist gut sechs Hektar groß. Gefällt worden seien rund 200 Bäume. Man habe diejenigen stehen lassen, die in die Baupläne integriert werden können. Es seien außerdem die vorgeschriebenen Ersatzpflanzungen vorgesehen.



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Kommentare zum Artikel:

Kerstin Rötschke schrieb am

Das Projekt ist vor einiger Zeit veröffentlicht worden. Hat wirklich jemand geglaubt, dass dort Baumhäuser entstehen?

Jana Karlstedt-Wagner schrieb am

Ich vermisse das "Gemeinsam mit Rücksicht". Da haben offenbar nur wieder Einzelinteressen entschieden. Die Meinung der Bürger ist wohl schon vorher erahnt worden. Jetzt stehen wir wieder vor vollendeten Tatsachen.

Christoph Knorn schrieb am

Warum gibt es von den Klimaaktivsten und den Umweltschützer kein Aufschrei gegen die gigantische Klimaverschmutzung in der Ukraine Kriese, da sind die Bäume und Hecken eine verschwindene Kleinigkeit.

Mirko Kolodziej schrieb am

Sehr geehrte Frau Rötschke, da irren Sie sich. Das Ganze war bis heute so geheim (und ist es ja teils immer noch), dass wohl selbst (einige) Stadträte erst vor ein paar Tagen eingeweiht worden sind. Ich denke, Sie verwechseln das mit den Bauplänen der Süba zwischen Stauffenbergstraße und Scadoer Straße.

Sehr geehrter Herr Knorn, ich hoffe doch, das bleibt so - zumindest auf unserer Webseite. Denn: Alles an seinem Ort. Dies ist (und soll es bleiben) ein Portal für lokale Nachrichten.

Mirko Kolodziej, Redaktion

Kerstin Rötschke schrieb am

Hallo Herr Kolodziej, Sie haben Recht, mein Fehler.

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