Tierpatenschaften im Hoyerswerdaer Zoo werden immer beliebter


von Tageblatt-Redaktion

Tierpatenschaften im Hoyerswerdaer Zoo werden immer beliebter
Tierpatenschaften im Hoyerswerdaer Zoo werden immer beliebter

Immer mehr Tiere im Zoo Hoyerswerda haben ganz persönliche Freunde. Nachdem in dieser Woche Antje und Lars Eibisch vom Citroen-Autohaus am Wasserturm mit ihrem Mitarbeiter Michel Deckwart im Tiergarten waren, um nicht nur zwei neue Wägelchen zum Kinder-Transport abzuliefern, sondern auch Patenschaften für eine Ziege und ein Erdmännchen zu übernehmen, bestehen nun 40 solcher Sponsoren-Beziehungen.

„Wir können mit dem gespendeten Geld Gutes für die Tiere beziehungsweise ihre Gehege tun. Deshalb sind wir Tierpaten natürlich sehr dankbar“, sagt Zoodirektorin Monika Häfner. Ein Pate zahlt je nach Tier einen unterschiedlichen Unterstützerbeitrag. Das beginnt bei 50 Euro zum Beispiel für einen Riesenlaubfrosch und endet bei 1 500 Euro für einen Amurtiger oder ein Trampeltier. Das ist allerdings noch moderat, jedenfalls verglichen mit der Elefanten-Patenschaft für 5 000 Euro im Münchener Tierpark Hellabrunn.

Die Ziegenfreundschaft in Hoyerswerda lassen sich Eibischs 100 Euro kosten, die Erdmännchen-Patenschaft sogar 260 Euro. Vor reichlich zehn Jahren hat der Zoo erstmals die Möglichkeit eröffnet, Tierpatenschaften zu übernehmen. Das Ganze läuft augenscheinlich gut. Jedenfalls wird in den nächsten Tagen eine neue Broschüre dazu veröffentlicht werden. In vielen deutschen Zoos ist das Interesse an der Übernahme einer Patenschaft sogar so groß, dass Wartelisten existieren. Hier ist das nicht so, jedoch sagt Monika Häfner: „Die Leute wollen den Tieren gern Gutes tun und möchten auch sehen, wie ihr Geld den Zoo voran bringt.“ Antje Eibisch bestätigt, man könne ja regelmäßig lesen, dass das Geld nicht so üppig vorhanden sei. Pate zu werden, ist ganz einfach. Man sucht sich ein Tier aus, setzt vier Kreuze auf einem Formular und unterschreibt. Ab 250 Euro kann man sich auf einer Patentafel eintragen lassen. In jedem Fall bekommt man aber eine Spendenquittung. Für Menschen, die nicht so viel Geld haben, besteht die Möglichkeit, einen Patenschaftsanteil zu erwerben.

Wie aber fühlt man sich, wenn man die Patenschaft für eine Würgeschlange übernommen hat? Wie stolz macht einen die spezielle Freundschaft zu einem Tiger? Das sind Fragen, die das TAGEBLATT beantworten will. Am Sonnabend der nächsten Woche startet eine Serie, in der Tiere und ihre Paten vorgestellt werden - Einzelpersonen, Unternehmen und Vereine.

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