Teil von Kita-Freifläche soll Bauland werden


von Tageblatt-Redaktion

Teil von Kita-Freifläche soll Bauland werden
Foto: Mirko Kolodziej

Hoyerswerda. Nachdem die 16 Grundstücke im Eigenheim-Gebiet „Zur Alten Elster“ auf dem früheren Schulgelände rasch verkauft und bebaut waren, bereitet die Stadt nun wohl zusammen mit der Arbeiterwohlfahrt Parzellen-Veräußerungen auf der anderen Seite der Kolpingstraße vor. Wie Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh (SPD) wissen ließ, gibt es Vorstellungen zur Abtrennung eines Teils der Freifläche des Awo-Kindergartens „Am Elsterbogen“.

Ein Streifen am jetzigen Zaun in Richtung des Elsterfließes soll demnach in Bauland umgewandelt werden. Dem Vernehmen nach ist die Fläche aktuell zumindest nicht so intensiv genutzt, war wohl früher auch schon einmal gesperrt. Ruban-Zeh sagte, es wäre dort Platz für drei Eigenheime. Der Stadt zufolge ist die Nachfrage nach Baugrundstücken weiter hoch, was sich auch in den Baugebieten an Ratzener- und Ehrlichstraße zeigt. (red)



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Kommentare zum Artikel:

Thomas Häntschke schrieb am

Achtung, kritische Zeilen !!!!
Ich kann es nicht nachvollziehen, dass wieder ein Stück Natur (wegen drei Eigenheimen) verschwinden soll und es kann nur gehofft werden, daß die zukünftigen Grundstücksbesitzer, nicht doch auf die Idee kommen, sich über den Kinderlärm, der angrenzenden Kita zu beschweren.
Es gibt in Deutschland genug Beispiele, wo sich über Kinderlärm aufgeregt und sogar geklagt wurde/wird, obwohl die Einrichtung schon vorhanden war, als die sich Beschwerenden dort hingezogen sind. Weitere, für mich kuriose Beispiele für Beschwerden sind, auf´s Land Gezogene über das Krähen von Hähnen oder den ländlichen Gestank, obwohl bekannt gewesen ist, das es sich um eine ländliche Gegend handelt.
Für mich wäre die abzutrennende Fläche eine ideale Bienenwiese, als Ausgleich für die Bebauung der Fläche, ehemalige Oberschule VI - Juri Gagarin -, da dort schon viel Natur verschwunden ist.
MfG Thomas Häntschke

Nancy Tuschmo schrieb am

Ich finde es eine Frechheit, den Kindern ihre Freifläche zu nehmen. Gerade der ehemalige Leiter der Awo sollte doch wissen, dass dieses Alleinstellungsmerkmal der KiTa und die Bedürfnisse der Kinder im Vordergrund stehen sollten. Da sieht man mal wieder, was Macht alles bei einem Menschen bewirkt.

Stefanie Trunsch schrieb am

Andere Kitas schauen neidvoll auf die großzügige Außenanlage mit natürlicher Beschattung durch große Bäume. Ich denke da z.B. an die Kita am Zoo mit ihrem kleinen Gelände. Dort müssen die Kinder an heißen Sommertagen ins Innere ausweichen, weil einfach nicht genug Platz ist für alle Kids im kühlen Schatten. Während der strikten Coronaregelungen konnten die Gruppen nur abwechselnd ins Freie - nicht genug Platz für Trennung. Jedwede Ausbaureserve für den Außenbereich wurde in den letzten Monaten zu Ferienwohnungen umgebaut - und damit der Status Quo wortwörtlich einzementiert.

Auch am Elsterbogen werden jetzt Fakten geschaffen, die sich nicht mehr rückgängig machen lassen. Sicherlich attraktives Bauland - aber ist Platz zum Toben für die Kinder nicht auch im Interesse der Allgemeinheit?

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