So etwas gab's in Hoyerswerda auch mal

Hoyerswerda. Nachdem vor 70 Jahren, im August 1955, zunächst nahe dem Bahnhof die bis dato letzte große Stadterweiterung begann, wurden bis 1990 tausende Wohnungen neu errichtet. Und für die Leute, die einzogen, gab es tatsächlich Gebrauchsanweisungen. Sie finden sich noch heute hier und da in diversen Haushalten.
Das Wohnungsbaukombinat stellte verschiedene Fassungen her. Hier zu sehen ist ein Exemplar von 1968. Die zwölfseitige Broschüre gibt Hinweise zum korrekten Umgang sowie zur Pflege etwa hinsichtlich von Fenstern und Türen, Lack- und Ölfarbenanstrichen, Fußbodenbelägen oder elektrischen Anlagen. Zu allgemeinen Erläuterungen gehörte zum Beispiel dies:
Bedenken Sie, dass Ihre Neubauwohnung noch nicht voll ausgetrocknet ist. Vermeiden Sie daher bitte Dampfentwicklung, da sich die Feuchtigkeit an den Wänden niederschlägt und zum Lösen der Tapete bzw. zum Mattwerden von Lackfarben und anderen Anstrichmitteln führt.
Die städtische Wohnungsgesellschaft sagt, bei heutigen Neubauten wie zuletzt im Quartier Paul-Ehrlich-Straße im WK V oder gegenwärtig „An der Bleichwiese“ in der Altstadt seien separate Gebrauchsanweisungen für Fenster, Türen und vieles mehr entbehrlich. Sowohl Mieter in Neubauten wie auch neue Mieter in Bestandsbauten bekämen aber bei der Wohnungsübergabe ebenfalls ein kleines Nachschlagewerk:
Dieser Ordner umfasst wichtige Dokumente (zum Beispiel den Mietvertrag, Betriebskosten), ebenso wie Handlungsrichtlinien zum richtigen Heizen und Lüften sowie sonstige Informationen. Dankbar sind viele unserer neuen Mieter auch für eine Checkliste zum Umzug und für die Servicenummern vieler Ansprechpartner. Routine beim Umzug ist nicht vielen Menschen zu eigen.
Es gebe Hinweise und Erläuterungen zum Mietvertrag, dem vertragsgemäßen Gebrauch der Mietwohnung oder zum Brandschutz. Spezielle Hinweise seien angebracht, wenn jemand in ein Niedrigenergiehaus oder ein Haus mit speziellen High-Tech-Lösungen einziehen sollte. (red)

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