Noch keine individuellen Impftermine zu haben


von Tageblatt-Redaktion

Noch keine individuellen Impftermine zu haben
Foto: Klinikum Niederlausitz / Kristin Dolk

Hoyerswerda. Impf-Bilder gibt es dieser Tage allerorten, so auch aus dem Klinikum Niederlausitz in Senftenberg: Hier erhält Anne Stiller aus dem Pflegeteam der Intensivstation ihre erste Spritze gegen Covid-19. Was solche Bilder hingegen nicht zeigen können: Der Impfstoff ist zum Beginn der Impfkampagne dieser Tage ausgesprochen knapp, und wird es wohl auch noch geraume Zeit bleiben.

Das Klinikum Niederlausitz zum Beispiel hat Impfstoff für zunächst 240 seiner 1.200 Mitarbeiter bekommen, in Hoyerswerdas Seenland-Klinikum standen für die gut tausend Kolleginnen und Kollegen erst einmal nur 55 Dosen zur Verfügung. Erhalten können ihn Mitarbeiter der Intensivstation, der Notfallambulanz, der Isolations-Stationen sowie der Pädiatrie.

Weil jetzt zunächst die Mitarbeiter und / oder Bewohner von Krankenhäusern und Pflegeheimen an der Reihe sind, gibt es auch noch keine individuellen Impftermine für andere Menschen. Das Land Sachsen sagt, man werde rechtzeitig alles Nötige bekanntgeben. Vor Mitte Januar würden die Impfzentren ihre Arbeit nicht aufnehmen.

Indessen liegen im Kreis Bautzen nun 305 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern – ein Höchststand. Generell als momentan infiziert beziehungsweise infektiös bekannt sind den Behörden 2.192 Personen. Hier die Zahlen aus der Stadtregion (in Klammern die Veränderung zum Montag):

Hoyerswerda 195 (-83)

Lauta 68 (-15)

Bernsdorf 50 (-21)

Wittichenau 41 (-17)

Lohsa 43 (-12)

Elsterheide 32 (+/-0)

Königswartha 20 (-7)

Oßling 17 (-7)

Spreetal 13 (-6) –red-

Nachtrag: Das Robert-Koch-Institut weist darauf hin, dass Neuinfektionen wegen der Feiertage und des bevorstehenden Jahreswechsels derzeit nur verzögert erkannt und erfasst werden.

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Kommentare zum Artikel:

Peter Freilich schrieb am

Eine Lachnummer mit den Impfdosen hier in unserer Region.
Laut NTV Stand: 29.12.20, 8 Uhr, wurden in Sachsen 857 Impfungen vorgenommen, in Bayern 5219, in Hessen 4354, in Mecklenburg-Vorpommern 4170 usw.

Würde sagen, hm?

Torsten Weniger schrieb am

Jetzt musste ich mich doch auch mal schlau machen, woher diese augenscheinlichen Unterschiede bei den Impfdosen kommen.

Nimmt man nämlich nicht einfach die Anzahl der Impfungen, sondern konzentriert sich auf das Ziel der "Herdenimmunität", dann war/ist Sachsen durch die hohen Infektionszahlen bereits ausreichend "vorgeimpft".

Summa Summarum liegt Sachsen mit 3,13% immunen Bewohnern (durch Impfung oder Infektion) auf Platz eins.

Meine Berechnung beruht hierbei auf Zahlen des RKI und destatis.

Daniel Müller schrieb am

Schon richtig, hier in Sachsen interessiert sich keiner für Corona, sind ja angeblich eh alles AFD- Wähler, also macht die Landesregierung genau das, was man erwartet und für richtig empfindet. Sachsen, das Bundesland was vor ein paar Tagen noch am schlimmsten betroffen war, braucht ja nicht mehr so viele Impfungen, jetzt erstmal alle anderen Bundesländer, bevor da das Virus durch läuft. Applaus !

Reinhard Ständer schrieb am

Ab Mitte Januar soll das Impfzentrum Kamenz eröffnen. Im heutigen Hoyerswerdaer Tageblatt ist zum Thema Anreise zu lesen: "Bei der Organisation der Anfahrt zum Impfzentrum appellieren wir zunächst an die Verantwortung jedes Einzelnen und die Unterstützung durch Familie, Verwandte und Freunde..." So das Sächsische Sozialministerium dazu. Was aber tun die, die keine Verwandten haben, die mehrere Stunden opfern können, um jemanden nach Kamenz und zurück zu fahren? Die Busverbindungen sind schlecht, insbesondere für jene, die in abgelegenen Orten wohnen. Nun rächt sich, dass man 3 Kreise zum Großkreis Bautzen zusammengelegt hat. Ansonsten hätten wir jetzt 3 Impfzentren: in Hoyerswerda, Kamenz und Bautzen.

Conny Schröter schrieb am

Soso Herr Weniger!? Wenn ich Sie recht verstehe, gehen Sie davon aus, dass jeder Infizierte gleichzeitig immun ist, wenn er eine Infizierung/Erkrankung überstanden hat!? Woher nehmen Sie diese Feststellung und welche Erfahrungen gibt es damit? Doch nicht vom Zahlenspiel des RKI? Evtl. mal (W)eniger (entschuldigen Sie das Wortspiel) Homeoffice. ;)

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