Neues Leben im alten Büro-Trakt der Lausitzhalle


von Tageblatt-Redaktion

Lausitzhallen-Mitarbeiter Bernd Zobel war gestern einer der fachkundigen Führer durch den neugestalteten Bauteil II der Lausitzhalle, hier am Ur-Modell des Gebäudes am Lausitzer Platz, 1984 eröffnet als Haus der Berg- und Energiearbeiter Hoyerswerda.
Lausitzhallen-Mitarbeiter Bernd Zobel war gestern einer der fachkundigen Führer durch den neugestalteten Bauteil II der Lausitzhalle, hier am Ur-Modell des Gebäudes am Lausitzer Platz, 1984 eröffnet als Haus der Berg- und Energiearbeiter Hoyerswerda.

So leicht kommt in die Lausitzhalle nichts ’rein oder ’raus. Bernd Zobel, Bühnenmeister der Lausitzhalle, der das Objekt wie seine Westentasche kennt, zählte gestern während der Führung geladener Gäste schon fast etwas andächtig auf, dass 18 Zentimeter Fassadendämmung und dreifach verglaste Fenster die Wärme des Lausitzhallen-Büro-Traktes nicht nach außen entweichen, zusammen mit den Außenjalousien aber auch Wärme im Sommer nicht übermäßig ins Gebäude lassen. In den Übungsräumen für die Musikschüler erklärte er den Schallschutz aus einer Art „Sauerkraut-(Holzspanpress)-Platten“ und verschiedenen anderen Materialien. Kein Instrument, kein Musiker soll den anderen beim Proben stören.


Und offensichtlich alle Beteiligten sind mit dem 4,2 Millionen Euro teuren Bau-Ergebnis zufrieden. Bei der gestrigen feierlichen Eröffnung für geladene Gäste freute sich Eigenbetriebs-Chefin Carmen Lötsch über die neuen Bedingungen, von denen sich beim Tag der offenen Tür am 4. September ab 10 Uhr jedermann ein Bild machen könne. Oberbürgermeister Stefan Skora würdigte das Engagement der Städtischen Wirtschaftsbetriebe Hoyerswerda (SWH), die die Halle von der Stadt übernommen und in den sogenannten Bauteil II, eben den Bürotrakt, nun 2,3 Millionen Euro investiert haben. SWH-Geschäftsführer Volkhard Buchheim weiß nur zu gut, was sein Unternehmen hier investiert hat – nicht das erste Millionenbauvorhaben im Interesse der Stadt. Buchheim erinnerte gestern an den Bau der Zentralen Abfahrtsstelle am Lausitzer Platz, des Busbahnhofs in der Altstadt und an die Übernahme des Lausitzbades samt der sich anschließenden Investitionen. Bauzeiten und Bausummen seien auskömmlich gewesen.

Wobei das Geld am Ende doch nicht für alles gereicht hat, wie Architekt Hansgeorg Richter bedauerte: Das zukünftige Foyer für den Forumsaal, das gleichzeitig Essensraum der Kantinen-Nutzer sein soll, präsentiert sich noch im Rohbau. Hier wird erst weitergebaut, wenn es um die Finanzen wieder etwas besser bestellt ist. Auch dann wird weiter investiert. „Wir werden aber in absehbarer Zeit mehr tun, als man am Ende sieht“, so Volkhard Buchheim weiter und meint damit unter anderem weitere Investitionen in den Brandschutz im Bereich des Bauteils I, den die meisten Leute mit der Lausitzhalle verbinden.


Für die bisherigen Domizile von Musikschule und Volkshochschule hat die Stadt Hoyerswerda übrigens konkrete Vorstellungen: Während des Umbaus des Lessing-Gymnasiums wird die alte Musikschule Musikklassen des Gymnasiums aufnehmen. Die alte Volkshochschule in der Heirich-Mann-Straße könnte zum einen verkauft, zum anderen aber auch eine neue Vereinsheimstatt werden. Bis zum Jahresende sollen hier die entsprechenden Entscheidungen getroffen sein.
Bis dahin werden schon hunderte Nutzer der Musik- und Volkshochschule den umgestalteten Süd-West-Flügel der Lausitzhalle genutzt haben. Denn Besucher kommen selbstverständlich einfach und ohne Probleme in das Gebäude und auch wieder hinaus – wenn sie es denn überhaupt wollen.

 

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