Millioneninvestition im Seenland-Klinikum


von Tageblatt-Redaktion

Uta Röwer, Christine Peschel und Azubi Felix Hetzel arbeiten auf der seit einem Monat fertiggestellten Chirurgie des Seenland-Klinikums.
Uta Röwer, Christine Peschel und Azubi Felix Hetzel arbeiten auf der seit einem Monat fertiggestellten Chirurgie des Seenland-Klinikums.

Der Plan von Klinikum-Geschäftsführer Andreas Grahlemann zeigt rote, gelbe und viele blaue Rechtecke, übereinandergestapelt wie Container auf einem Schiff. Die Container stellen die Stationen des Lausitzer Seenland-Klinikums dar, der Umriss ist das Klinikum-Bettenhaus von der Parkseite aus betrachtet, die Bereiche des Komplementgebäudes hat man der Einfachheit halber in der Mitte zwischengeschoben. Vergangene Woche haben sich wieder einige Rechtecke im dritten und im sechsten Obergeschoss blau gefärbt, sind die Chirurgie und die Unfallchirurgie umgezogen. Denn Blau steht auf dem Plan für saniert. Und saniert bedeutet optimale Bedingungen für die Patienten. Ende des Jahres, davon geht Grahlemann aus, werden praktisch alle Bereiche des Bettenhauses auf diesem Plan blau eingefärbt sein.

Denn in diesem Jahr hat das Klinikum mit Fördermittelunterstützung die letzten vier unsanierten Stationen in Angriff genommen. Rund drei Millionen Euro Fördermittel und ein Eigenanteil von 800 000 Euro fließen in die Bauarbeiten. Dann gibt es im gesamten Haus vergleichbare Bedingungen. Das bedeutet Ein- und Zwei-Bett-Zimmer mit Sanitärzellen. Alles, was man zu Gesicht bekommt oder anfassen kann, ist anschließend neu, modern. „Darauf sind wir stolz“, sagt Andreas Grahlemann. Gemäß dem Krankenhausplan bleibt man bei den zugelassenen 520 Betten. Doch am Ende ist alles neu geordnet im Klinikum. Das bisherige Wechselspiel, bedingt durch die Baufreimachung für die Stationssanierung, hat dann ein Ende.

Was nicht nur die einzelnen Stationen anbelangt. Auch die Verwaltung zieht um. Derzeit lässt das Seenland-Klinikum den alten Küchentrakt umbauen, investiert hier 1,5 Millionen Euro Eigenmittel. Hier wird nicht nur die Verwaltung unterkommen. Auch Konferenzräume, Patientenbibliothek und ähnliche Einrichtungen, die derzeit noch rund um das Haupt-Teppenhaus angeordnet sind, werden hierhin umziehen. Damit ist dann auf den einzelnen Ebenen Platz, um die jeweiligen Chefärzte mit ihren Büros unterzubringen.

Ende August, so die jetzigen Prognosen, könnte der Verwaltungsumzug erfolgen. Dann wird man an der Fassade des alten Küchentraktes auch schon einen kleinen Vorgeschmack auf das bekommen, was dem Bettenhaus im nächsten Jahr bevorsteht. Denn die denkmalgeschützte Fassade kann nun doch im Einvernehmen mit den Denkmalbehörden mit einem Wärmedämmverbundsystem versehen und anschließend wieder so gestaltet werden, wie man sie kennt. Am Küchentrakt wird man die rötlich braune Struktur ebenso aufbringen wie später am Bettenhaus die bläulich schimmernde. „Die Fassadensanierung ist unser größtes Vorhaben für das kommende Jahr“, blickt Andreas Grahlemann voraus. Mit der Sanierung und der Dämmung erhofft sich der Geschäftsführer deutliche Einsparungen bei den Betriebskosten.

Damit ist ein Ende des Baugeschehens im Seenland-Klinikum nicht erreicht. Doch die Pläne der Geschäftsführung sind noch nicht spruchreif. Zwei Dinge kann Grahlemann aber ausschließen: Eine Umverlagerung des Haupteinganges auf die Parkseite und die Schaffung weiterer Parkplätze.

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