Mehr Nutztier-Risse im Bereich Wittichenau


von Tageblatt-Redaktion

Mehr Nutztier-Risse im Bereich Wittichenau
Dieses Ouessant-Schaf im Hoyerswerdaer Zoo dürfte als wolfssicher untergebracht gelten. Anderswo haben Wölfe leichtes Spiel. Foto/Archiv: Uwe Schulz

Wittichenau. Wie erst jetzt bekannt wurde, sind vor rund zwei Wochen am Wittichenauer Stadtrand zwei Ziegen gerissen worden. Ein weiteres Tier wird seither vermisst.

Laut der von jedermann im Internet einsehbaren Schadensstatistik des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, die etwa alle zwei Woche aktualisiert wird, sind die Ziegen einem Wolf zum Opfer gefallen. Der Mindestschutz war laut Landesamt nicht gegeben.

In diesem Jahr weist die Statistik bis zum 12. April 33 Fälle mit insgesamt 49 toten Nutztieren für ganz Sachsen aus. Acht davon entfallen auf das Hoyerswerdaer Land. Das sind deutlich mehr als in den beiden Vorjahren. Bis auf einen Fall waren Wölfe die Verursacher, allein fünf davon ereigneten sich im Territorium von Wittichenau. (red)

Zurück

Kommentare zum Artikel:

Holger Wendt schrieb am

Ich fahre fast jeden Tag mit dem Fahrrad durch Wittichenau, um auf meine Arbeitsstelle zu kommen. Was ich da an angeblichem "Wolfsschutz" zu sehen bekomme gleicht einer Komödie. Während der Fahrradbesitzer sein Fahrrad vor Diebstahl sichern muss, der Hausbesitzer seine Wohnungstür ordentlich abschließt, schützen einige Tierbesitzer ihr Eigentum so gut wie gar nicht.
Das reicht von nur angepflockten Tieren in den späten Abendstunden oder frühen Morgenstunden (vor 6:00 oder nach 21:00) bis hin zu "eingesparten" Schutzzäunen an den Ufern der Schwarzen Elster oder der Wudra.
Wenn die angrenzende Straße 50cm über dem Niveau der Weide liegt, sollte der Weidezaun diese 50 cm in der Höhe ausgleichen. Sonst ist er nutzlos und der "böse" Wolf springt locker über das zu klein geratene Hindernis.
Und wenn dieser Artikel die Wittichenauer Umgebung gezielt anspricht, so wollen wir doch aus gutem Grund daran erinnern, das vor Gott alle Geschöpfe gleich sind. Noah hat in der Arche auch den Wolf gerettet und das aus gutem Grund. 15 Jahre nach dem Eintreffen des Wolfes in unserer Umgebung sollte auch der letzte Tierhalter begriffen haben, das er seinem Hab und Gut auch verpflichtet ist und nicht nur die Landestierkasse.

Einen Kommentar schreiben

Es werden nur jene Kommentare veröffentlicht, die unter Angabe von Vor- und Familienname und einer gültigen E-Mail-Adresse (für Rückfragen) abgegeben wurden.

Bitte rechnen Sie 1 plus 6.