Luftige Kleidung ist gefragt


von Tageblatt-Redaktion

Bei C&A sind die Kleiderständer gut mit bunten, luftigen Sommersachen gefüllt. Über Umsatzrückgang kann die stellvertretende Teamführerin Birgit Salowsky trotz der verregneten letzten Wochen nicht klagen.
Bei C&A sind die Kleiderständer gut mit bunten, luftigen Sommersachen gefüllt. Über Umsatzrückgang kann die stellvertretende Teamführerin Birgit Salowsky trotz der verregneten letzten Wochen nicht klagen.

Trotz der verregneten letzten Wochen können sich die Hoyerswerdaer Händler nicht über mangelnden Umsatz bei Sommersachen beklagen.

Der Anblick der Schaufensterpuppen in den Bekleidunggeschäften ließ einen in den vergangenen Wochen frösteln: Sie tragen kurze Hosen, Kleidchen, ärmellose Shirts, Sonnenbrillen … Die Accessoires der letzten verregneten Frühlingszeit waren eher Regenschirm, Strickpullover und Gummistiefel. Und nach dem sommerlichen Intermezzo am Wochenende sehen die Prognosen für die nächsten Tage schon wieder eher regnerisch und trüb aus.

Trüb läuft nach Aussage des Handelsverbandes Sachsen auch der Verkauf von Sommerbekleidung, die normalerweise derzeit reißenden Absatz finden müsste. In Hoyerswerdas Läden ist die Stimmung jedoch eher sonnig. „Neulich gingen viele Badesachen über den Ladentisch“, sagt Birgit Salowsky, stellvertretende Teamführerin bei C&A im Lausitz-Center. „Der Verkauf von Sommersachen läuft nicht verhalten, wir machen gute Umsätze.“ Viele Leute würden in den demnächst beginnenden Sommerferien in den Urlaub fahren, deckten sich dafür mit leichter Kleidung ein. Zwar lockten in der vergangenen Woche Rabatte beim T-Shirt-Kauf, „aber“, meint Birgit Salowsky, „die verkaufsfördernde Aktion hätte es sicher auch bei schönem Wetter gegeben“. Wenn es wärmer sei, laufe das Geschäft natürlich im Allgemeinen besser. „Auf die Kunden in Hoyerswerda ist aber trotzdem Verlass.“

Auch ein paar Geschäfte weiter, bei Cecil, gibt es keinen Grund zu klagen. „Wir verkaufen nicht weniger Sommersachen als im Vorjahr“, war von Verkäuferin Petra Schurz zu erfahren. Auf besseres Wetter hofft sie unabhängig davon natürlich trotzdem. „Aber wir sind mit dem Umsatz zufrieden.“ Ein vorzeitiger Schlussverkauf sei nicht vorgesehen – und wohl auch nicht notwendig.

Nicht so optimistisch ist dagegen Gudrun Hempel, Filialleiterin des Herrenausstatters Engbers. „Kurze Hosen und Hemden laufen schlecht“, bringt sie es auf den Punkt. In miese Stimmung verfallen will sie aber dennoch nicht und hofft auf den Sommer, genauso wie die Kunden, die jetzt bei Engbers auch keine warmen Sachen kaufen mögen – trotz Rabattaktionen. Da das Geschäft über kein Lager verfügt, warten jedoch keine Berge von Sommerkleidung auf schnellen Abverkauf. Einen früheren Schlussverkauf wird es deshalb auch hier nicht geben.

Evelin Graf, Inhaberin der gleichnamigen Boutique in der Altstadt, kann sich nicht über mangelndes Kundeninteresse beschweren. Der Verkauf laufe keinesfalls schlechter, ließ sie wissen. „Wir sind ein Fachgeschäft mit hochwertigerer Kleidung. Zu uns kommen die Leute gezielt.“ Überhaupt: Zu warm dürfe es auch nicht sein, gibt sie zu bedenken. „In der Hitze hat niemand Lust, Sachen anzuprobieren.“ Trotzdem wünsche sie sich die Sonne.

Wer trotz niedriger Temperaturen nicht auf seine Sommersachen verzichten möchte, macht es so wie beispielsweise Petra Schurz und trägt ein kurzes Kleid einfach über Jeans und langem Shirt. Funktioniert auch mit ärmellosen Oberteilen. Auch auf offene Schuhe müssen die Damen in dieser Saison nicht verzichten: Dicke Strümpfe zu Sandalen sind jetzt nämlich salonfähig. Oder man hält sich einfach an die Regel aller Liebhaberinnen hochhackiger Schuhe: „Füße kennen keine Jahreszeiten …“

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