Lohsa arbeitet an der See-Wiederbelebung


von Tageblatt-Redaktion

Lohsa arbeitet an der See-Wiederbelebung
Foto: Mirko Kolodziej

Groß Särchen. Darauf, dass der Knappensee im Sommer 2022 nicht nur zugänglich, sondern auch nutzbar ist, arbeitet die Gemeinde Lohsa hin. Bürgermeister Thomas Leberecht (CDU) sagt, die Bemühungen, Wasserrecht herzustellen, seien ein umfängliches Unterfangen:

Nach der politischen Wende wurde das Baden ja nur geduldet, es war nie legitimiert. Jetzt haben wir durch die Nutzungsunterbrechung die Aufgabe, das alles komplett zu legitimieren. Dabei hoffe ich auf eine Allgemeinverfügung, die das Baden erlaubt und auch die Nutzung von motorisierten Booten gestattet.

Die Gemeinde Lohsa will laut Leberecht eine Wiederbelebung des Gewässers. Man wolle touristischen Leistungsträgern die Chance geben, Angebote zu schaffen, baurechtliche Fragen klären und auch die Genehmigung unterschiedlicher Nutzungen sicherstellen. (red)

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Kommentare zum Artikel:

Stefan Noack schrieb am

Ein super Beispiel wie man die "Relikte aus der DDR" platt macht. Wer will sich an dem "Loch" noch erholen?

Palast der Republik ist gutes Vergleichsobjekt: Bisschen Asbest, DDR, also weg. Hätte die LMBV den Knappensee doch besser zugeschüttet. Keine Sanierungskosten, weil keine Rutschungsgefahr mehr. Dafür gut zu verkaufendes Bauland. Bin schon mega gespannt, wie die Menschen hier nach dem Braunkohleausstieg weiter verarscht werden.

Hagen Wendlandt schrieb am

Hallo Herr Noack,
Sie wissen sicherlich, dass es keinen Nennenswerten Unterschied macht ob man den See zuschüttet oder nicht. Die aufgeschütteten Erdmassen müssen verdichtet werden, da sich diese über kurz oder lang unterirdisch in Bewegung setzen können (wie man am Bergener See nach fast abgeschlossener Sanierung gesehen hat). Schüttet man das "Loch" einfach zu hat man nichts gewonnen, auch kein wertvolles Bauland. Der Lippener Wald ist das beste Beispiel dafür. Dieser ist seit Jahren Sperrbereich.
Einen Kostenvorteil sehe ich hier ebenfalls nicht.

Stefan Noack schrieb am

Hallo Herr Wendland,
das Zuschütten war auch eher ironisch gemeint.

Schauen Sie sich das Gebiet um den See an, da will und wird sich keiner erholen wollen. Es wurde alles platt gemacht, an einem See, welcher schon zu DDR-Zeiten saniert wurde, an dem es seitdem keinerlei Zwischenfälle mehr gab.

Hier hat sich die "allwissende" LMBV einen Millionenauftrag an Land gezogen auf Kosten des Steuerzahlers. Die Gefahr, dass jemand auf dem Weg zum Knappenseeurlaub im Verkehr verunglückt wäre, war bzw. ist bestimmt um ein zehntausendfaches höher, als das dort irgendwas ge- bzw. verrutscht wäre.

Aber egal, LMBV-Stempel drauf, erfolgreich zerstört.

Stefan Noack schrieb am

PS: Ihr vorgebrachtes Beispiel "Bergener See" zeigt doch, was eine LMBV-Sanierung an Sicherheit bringt.

Hoffentlich rutscht in den kommenden Jahren am Knappensee nichts. Denn die Millionen sind futsch - ebenso wie das Naherholungsgebiet Knappensee.

Mirko Kolodziej schrieb am

Sehr geehrter Herr Noack, weil ich mich im letzten Jahrzehnt so intensiv mit dieser Sache befasst habe wie sonst kaum mit einer anderen: Ja, die Sinnhaftigkeit der Sanierung am Knappensee ist seit Anbeginn umstritten. Es gibt dazu die pointiertesten Meinungen im Bereich „von … bis“. Gut. Die Realitäten sind wie sie sind. Dazu gehört aber auch, dass die LMBV sich nicht selbst beauftragt hat. Sie ist am Knappensee im Auftrag des Landes Sachsen tätig. Der Freistaat ist hier derjenige welcher... Die Sanierung selbst wird von unterschiedlichen Firmen vorgenommen. Im Grunde hat die LMBV hier „nur“ den Status eines Ingenieur- oder Planungsbüros. Meiner persönlichen Meinung nach hat die Rutschung am Bergener See vor reichlich zehn Jahren (und noch an zwei, drei anderen Stellen in Innenkippen) dazu beigetragen, dass am Knappensee – sagen wir es einmal vorsichtig – eine so große Gefahr gesehen wurde. Nach 2010 sind in der Lausitz jede Menge vorher gültiger Grundsätze unter die Lupe genommen worden. Und einen Großteil hat man über Bord geworfen. Ob man das zu Recht oder zu Unrecht getan hat, wird je nach Betroffenheit unterschiedlich gesehen. Beste Grüße, Mirko Kolodziej, Redaktion

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