Landrat Michael Harig sieht Schließungen kritisch


von Tageblatt-Redaktion

Landrat Michael Harig sieht Schließungen kritisch
Foto: Uwe Schulz

Hoyerswerda. Landrat Michael Harig (CDU) hat grundsätzlich Verständnis für die neuen Restriktionen zur Eindämmung von Covid-19, die Bund und Länder vereinbart haben. Die hohen Infektionszahlen würden sie rechtfertigen. Harig ist allerdings nicht mit allen Verabredungen einverstanden:

Für bedenklich halte ich jedoch die Schließung von Hotels, Gastronomie sowie Kinos und Theatern einschließlich aller Sport- und Freizeiteinrichtungen. Nach bisherigen Erkenntnissen sind überall dort bewährte Hygienekonzepte vorhanden, welche auch kontrollfähig sind.

Harig sagt, er befürchte, dass Aktivitäten nun ins Private verlagert würden, wo faktisch nicht kontrolliert werden könne. Unabhängig davon bittet der Landrat die Bevölkerung, verantwortungsbewusst zu handeln. Hygiene und Abstand seien praktizierbar und erforderlich.

Das Gesundheitsamt des Kreises Bautzen meldet mit Stand vom Donnerstag, dass ihm 793 Menschen mit einer aktuellen Infektion bekannt sind. Das sind 117 mehr als am Mittwoch. Allerdings wurden sogar 141 Neu-Infektionen registriert, während 24 weitere Personen als wieder genesen gelten. (red)

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Kommentare zum Artikel:

Michael Müller schrieb am

Viel besorglicher finde ich, dass Menschen die keine Maske tragen können, wie z.B: Behinderte mit Schwerbehindertenausweis und Kranke mit ärztlichem Attest in folgenden Geschäften wie Hunde draußen bleiben müssen:
BOSS Möbelmarkt, Thomas Philipps, Commerzbank und sicher noch weitere.
Die Sächsische Corona-Schutzverordnung verbietet das im §2, dennoch machen die Geschäfte dies. Beim Thomas Philipps hängt das sogar frech per Aushang an der Scheibe. Das muss man sich mal durch den Kopf gehen lassen, dort hängt an der Scheibe, dass die Einrichtung mutwillig gegen die Sächsische Corona-Schutzverordnung verstößt.
Alle habe ich bereits angezeigt und ich hoffe, dass weitere Menschen dies auch tun. Man muss nicht behindert oder krank sein, um ein solches Verbrechen anzuzeigen. Haben Sie Mut! Auch Sie, Herr Harig können etwas tun! Schließlich haben Sie in Ihrer Ergänzung zur Verordnung am 24.10.20 auch Ihre Unterschrift darunter gegeben, dass auch für die neuen Regelungen die alten Ausnahmen gelten. Oder darf man Ihrer Worte und die der Frau Petra Köpping, welche für die Corona-Schutzverordnung verantwortlich ist, nur als billige Lüge verstehen? Ich jedenfalls schon. Solidarität ist in diesen Zeiten gefragt und nicht Ausgrenzung von Kranken Menschen, denen man nach und nach die Versorgung abschneidet! Ich darf nicht einkaufen, ich darf kein Geld abheben. Was ist hier los? Abgesehen davon, werde ich als Kranker mit Attest von anderen Leuten in Geschäften, in denen ich noch rein darf, bespuckt, geschubst und geschlagen. Menschen werden in diesen Zeiten zu Bestien. Das ist viel schlimmer als Corona. Es ist viel schlimmer, wenn wir uns alle gegenseitig so behandeln, anstelle Solidarität, also auch Verständnis, Mitgefühl, und Hilfsbereitschaft zu zeigen. Vielleicht kann auch hier mal die Presse die Bürger sensibilisieren, dass nicht jeder Mensch ohne Maske ein Maskenverweigerer ist, auch wenn er äußerlich gesund aussieht. Das wäre toll. Im selben Atemzug könnte man auch das Thema mit den Geschäften ansprechen, insbesondere die oben genannten. Danke.

Lutz Tantau schrieb am

Da haben wir uns an die Corona-Schutzmaßnahmen gehalten. Geholfen hat es offensichtlich nicht. Kann man überhaupt noch irgendwas ernstnehmen, was sich in diesem Land dazu ausgedacht wird? Hier wird Angst und Unmenschlichkeit geschürt.

Da findet es ein Zeitungsreporter toll, wenn einer älteren Frau im Lausitzcenter kein Brot verkauft wird, weil sie keine Maske dabei hat, um sie aufzusetzen.

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