Landesgartenschau 2025 in Hoyerswerda?


von Tageblatt-Redaktion

Landesgartenschau 2025 in Hoyerswerda?
Foto: Mirko Kolodziej

Hoyerswerda. Die Kommunalpolitik diskutiert nun wohl ernsthaft die Bewerbung um die Ausrichtung der sächsischen Landesgartenschau im Jahr 2025. Wie aus der Tagesordnung für die Sitzung des Technischen Stadtratsausschusses in der kommenden Woche hervorgeht, soll dabei über die Erstellung der nötigen Bewerbungsunterlagen abgestimmt werden.

Das Land Sachsen hat eine Bewerbungsfrist bis Mitte Oktober gesetzt. Hoyerswerda hatte sich vergeblich um die erste Landesgartenschau 1996 bemüht. Den Zuschlag bekam damals Lichtenstein bei Zwickau.

Vor ein paar Jahren schlug dann die damalige Chefin der Wohnungsgesellschaft, Margitta Faßl, eine neue Bewerbung vor. Zuletzt wurde diese Idee vor allem vom Gewerbering Stadtzukunft im Zusammenhang mit der Verbindung von Stadt und Scheibe-See wieder ins Gespräch gebracht. (red)

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Kommentare zum Artikel:

Karl-Heinz Wiebach schrieb am

Mit fliegenden Fahnen hat der Ausschuss für Stadtentwicklung dieses "Neu-Schwanstein" für Hoyerswerda empfohlen. Leider hat sich keiner der hoffungsvollen Stadtabgeordneten die Frage gestellt: Woher kommt das Geld für den Eigenanteil der Stadt? Scheinbar sind fünf Millionen Euro als eventueller Zuschuss des Landes ausreichend, alle bisherigen Schulden und Misstände in der Infrastruktur der Kommune seelig zu vergessen - marode Straßen, schadhafte Geh- und Radwege, ungepflegte Grünanlagen und Freiflächen sollen um rund 15 Hektar weitere zu pflegende Flächen erweitert werden. Dies alles ohne jede Übersicht zu Kosten und Verlusten. Schon ein bayrischer König Ludwig ließ sich Märchenschlösser bauen, für die andere und deren Nachkommen die Kosten zu tragen hatten. Es sei die Frage gestellt: Wer will sich hier ein Denkmal setzen lassen, das unsere Kinder und Enkel finanzieren müssen? Ist es eventuell der größte Befürworter für diese unbezahlbare Utopie. Der Stadtrat wird also einen Auftrag über rund 40.000€ an ein versiertes Architekturbüro vergeben, um dann eventuell eine Arbeitsgrundlage bzw. ein Bewerbungsdokument für den Freistaat zu haben. Von den Bürgern wurde natürlich keine Zuarbeit oder Meinung verlangt. Solche Praktiken hatten wir schon einmal.

Zur Erklärung der Herkunft der weitergehenden Informationen: Herr Wiebach ist Mitglied des von ihm erwähnten Ausschusses, der immer hinter verschlossenen Türen tagt. Mirko Kolodziej, Redaktion

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