Kreisverwaltung rechnet mit weiterem Inzidenz-Anstieg


von Tageblatt-Redaktion

Kreisverwaltung rechnet mit weiterem Inzidenz-Anstieg
Grafik: Pixabay

Hoyerswerda. Während die Zahl der Infektionen mit Sars-CoV-2-Viren im Kreis Bautzen wieder ansteigt, ruft das Landratsamt die gültigen Eindämmungs-Regeln in Erinnerung. In einer Mitteilung wird darauf verwiesen, dass erneut eine nächtliche Ausgangssperre und ein 15-km-Bewegungs-Radius in Kraft gesetzt würden, sollte die Zahl der auf 100.000 Einwohner gerechnten Neuansteckungen je Woche die 100 erreichen. Läge diese Inzidenz fünf Tage lang im dreistelligen Bereich, müssten auch Kindergärten und Grundschulen wieder schließen. Aktuell wird der Wert mit 89 angegeben, neun mehr als am Freitag.

Das Gesundheitsamt rechnet mit einem weiteren Anstieg, weil es davon ausgeht, dass im Kreisgebiet inzwischen die sogenannte britische Viren-Mutation im Umlauf ist, die sich rascher verbreitet als der Viren-Wildtyp. Es gibt nach Behördenangaben mittlerweile 35 entsprechende Verdachtsfälle, darunter in Hoyerswerda, Bernsdorf, Lauta und Spreetal. Man bitte daher um entsprechende Vorsicht. Insgesamt sind derzeit 423 Kreisbewohner als infiziert beziehungsweise infektiös registriert, 76 mehr als am Freitag und 99 mehr als am vorigen Wochenende.

Hier sind die Angaben für die Stadtregion – zunächst die Zahl der momentan Infizierten (in Klammern die Veränderung zum Freitag) und dahinter die Inzidenz (von Freitag*):

Hoyerswerda 51 (+5) - 49

Lohsa 16 (+/-0) - 96

Lauta 12 (+3) - 24

Elsterheide 11 (+4) - 29

Spreetal 11 (+1) - 325

Bernsdorf 11 (-1) - 140

Wittichenau 9 (+2) - 52

Königswartha 8 (+4) - 58

Oßling 2 (+/-0) - 44 -red-

*Angaben der Landesuntersuchungsanstalt Sachsen

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Kommentare zum Artikel:

Burkhard Förster schrieb am

Warum ist denn das Landratsamt nicht in der Lage, mehr Impfdosen bereitzustellen? Lieber überlegt man, wieder eine Ausgangssperre und die 15 km Regel in Kraft zu setzen und die Schulen und Kitas zu schließen.

Mirko Kolodziej schrieb am

Hallo Herr Förster, es mag schwer sein, da den Überblick zu behalten. Aber: Das Landratsamt hat mit den Impfungen nichts zu tun. Diese werden über das Deutsche Rote Kreuz vom Land organisiert. Das Land verteilt also die Impfdosen, die es vom Bund bekommt, auf die Kreise (nicht die Behörden, sondern die Gebiete). Der Landkreis ist allerdings dafür zuständig, die vom Freistaat aufgestellten Regeln umzusetzen - und diese sagen eben für Inzidenzen auf Kreisebene das aus, was nun ins Gedächtnis gerufen wird. Darauf wurde aber auch schon am 15. Februar hingewiesen, als 15-Km-Regel und Ausgangssperre wegfielen. Mirko Kolodziej, Redaktion

Gudrun Gerlich schrieb am

Na, testen, testen, testen...wie wahnsinnig. Irgendwie muss man die Zahlen doch wieder raufbekommen.... :-(

"Kann es sein, dass sich in nächster Zeit eine Erkenntnis durchsetzen wird, die da lautet:
„Wer die Impfung unbeschadet übersteht, hätte auch die Infektion unbeschadet überstanden.“ " (Gelesen bei Egon W. Kreutzer)

Reinhard Ständer schrieb am

Wenn im gesamten Landkreis die Inzidenz über 100 steigt, gibts also Ausgangssperre und 15-km-Radius. Das gilt dann auch für Hoyerswerda, wo diese Zahl bei derzeit 49 liegt (26.2.), also weit entfernt davon. Schwer zu verstehen. Gut, ich kann mit einer Ausgangssperre leben - es gibt ja momentan sowieso nichts, wohin man abends ausgehen kann....

Torsten Weniger schrieb am

Also Herr Förster, ich weiß ja nicht, woher Sie ihr Wissen zu Impfstoffen beziehen... Es sollte doch allgemein bekannt sein, dass der Imfpstoff nicht vom Himmel fällt und daher aktuell nicht für jedermann zur Verfügung steht?!

Daher kann ich Ihren Kommentar in keinster Weise nachvollziehen. Und wenn die Inzidenz steigt, wird es Folgen geben. Haben denn nicht alle nach "planbaren Maßnahmen" gerufen? Die Realität holt uns halt wieder schneller ein, als uns lieb ist.

Die Realität, in der man ohne Abstand auf dem Spielplatz steht, in der Senioren im Lausitz-Center vor geöffneten Click&Collect Türen dicht bei dicht stehen, um ein Schnäppchen sofort mitzunehmen oder der Juwelier, der sofort alle Türen aufmacht. Sorry, das hat nix mit Click&Collect zu tun!

Aber hey, hauptsache wir stellen Banner auf "Helft dem Einzelhandel jetzt". Bei aller Güte und Verständnis für die kleinen privaten Geschäfte, schauen wir doch mal wem das Lausitz-Center als Gesellschafter gehört. Da taucht die Familie Otto auf. Ja die vom Otto-Versand.
Also liegen doch entsprechende Kompetenzen vor, um neben dem eigenen Onlinhandel, auch die Sparte Einkaufszentren entsprechend zu unterstützen. Warum kann man da nicht einen Onlineshop für jedes Center bereitstellen? Organsisiert einen eigenen Lieferservice vor Ort und treibt so den Handel voran? Für Senioren kann man auf dem Wochenmarkt Terminals bereit stellen, an denen Sie die Sachen auch ohne Internetanschluss ordern können.

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Aber ich vergaß, wir fahren ja lieber hupend durch die Stadt und "schieben uns den Mundschutz in den Arsch" (O-Ton der AfD musikalischen Untermalung zur Autodemo), als ihn vor Mund und Nase zu tragen.

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