Kindergarten-Freifläche soll schrumpfen


von Tageblatt-Redaktion

Kindergarten-Freifläche soll schrumpfen
Foto: Mirko Kolodziej

Hoyerswerda. Rund 1.200 von 12.000 Quadratmetern der Freifläche des Kinderhauses am Elsterbogen sollen abgetrennt werden, um Bauland zu schaffen. Für drei Eigenheimparzellen müsste der Zaun versetzt werden.

Stadt und Kita-Betreiber Awo sind sich prinzipiell einig, wären doch nach gültigen Regeln für die Zahl der Kinder nur 2.650 Quadratmeter erforderlich. Lediglich diese Fläche fließt auch in die Berechnung der staatlichen Zuschüsse für die Anlagen-Pflege ein.

Dieser Tage gab es ein Gespräch zwischen Bürgermeister Mirko Pink (CDU) und dem Elternrat, der zähneknirschend bereit ist, die Flächenschrumpfung zu akzeptieren. Allerdings haben die Muttis und Vatis Forderungen gestellt.

So sollen die Spielgeräte erhalten und wo das nicht geht, versetzt werden. Gleiches gilt für die Bäume sowie für die Bushaltestelle unmittelbar vor dem Zaun. Und die Stadt soll dafür sorgen, dass Häuslebauer später nicht wegen Kinderlärms klagen. (red)



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Kommentare zum Artikel:

Ronny Hoffmann schrieb am

Was soll das? Es ist so ein schöner großer Kindergarten für Kitakinder und Hortkinder, gerade zu Corona-Zeiten, als der Außenbereich schon abgetrennt wurde, damit die einzelnen Gruppen separat spielen konnten. Diese Kita gibt es schon sehr lange und jetzt wo wir ein neuen OB haben, der ehemaliger AWO Chef war, soll der Außenbereich verkleinert werden. Jetzt gibt es auf einmal Vorgaben, wieviel Quadratmeter einem Kind zustehen - bis vor kurzem hat es niemanden interessiert. Es gibt sicherlich andere Möglichkeiten für Bauland in Hoyerswerda. Hätte man gegenüber z.B. ein Grundstück nicht zu groß gemacht, wäre dort für ein weiteres Haus Platz gewesen. Jetzt wird mit allen Mitteln gearbeitet um die Stadtkasse zu füllen.

Thomas Häntschke schrieb am

Ja, was soll das? Auch ich frage dies, vor allem weil ich nicht nachvollziehen kann, das in so unmittelbarer Nähe einer Kindertagesstätte Häuser gebaut werden sollen und damit eventueller Streit über Kinderlärm vorprogrammiert ist, selbst wenn die Häuslebesitzer, im Voraus damit einverstanden waren, dass es zu diesem Lärm kommen kann. Sollen dann wieder Rechtsstreitigkeiten ausgetragen werden oder die Kinder nicht mehr draußen spielen und toben dürfen, nur weil es dem Nachbarn nicht gefällt? Ein weiterer Punkt ist für mich die Zerstörung der Natur, welche gerade in diesem Areal (meine ehemalige POS VI, Juri Gagarin), durch den massiven Häuserbau sehr zurückgedrängt wurde. Lasst den Kindern die jetzige Fläche und pflanzt noch zwei-drei Bäume als Schattenspender, denn drei zusätzliche Häuser braucht dort niemand.

MfG Thomas Häntschke

Eberhard Wustmann schrieb am

Ganze Wohneinheiten abreisen, aber für drei wohlhabende Familien Kitaplatz rauben und zum Schluss ist die ganze Kita verschwunden.

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