Keine rasche Dauerlösung in Sicht


von Tageblatt-Redaktion

Keine rasche Dauerlösung in Sicht
Foto: Gernot Menzel

Bernsdorf. Der Verkehrsverbund Oberelbe bremst den Drang, die Bahnverbindung Dresden – Kamenz rasch über Straßgräbchen und Hosena in Richtung Senftenberg verlängern zu wollen. Ein VVO-Vertreter sagte jetzt bei einer Veranstaltung in Bernsdorf, die Bahn habe derzeit nicht einmal genügend Fahrzeuge und Personal für die Strecke Dresden – Kamenz. Das würde sich frühestens in einem Jahr ändern. Allerdings gibt es auch dieses Jahr wieder wenigstens eine Saison-Lösung. Die sogenannte Seenlandbahn fährt ab dem 22. Juni – wie gewohnt an den Wochenenden. (red)

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Kommentare zum Artikel:

Steffen Auxel schrieb am

Hallo! Manchmal könnte man denken, ist der ÖPNV überhaupt noch gewollt? Aber Hauptsache wir bauen Radwege in Peru!

Mirco Schmidt schrieb am

Ach, Herr Auxel. Dieses "Hauptsache Radwege in Peru" ist wieder so ein schönes Narrativ, das wahlweise von Konservativen und auch der AfD genutzt wird. Haben Sie sich zu dem Thema überhaupt informiert oder nur Bild- und Facebook-Überschriften gelesen?
Da man hier keine Links posten kann, googlen Sie doch mal "Faktenfinder Peru Radwege". Sie werden schnell feststellen, dass die oft genannte Zahl von über 300 Millionen Euro bei weitem nicht für Radwege genutzt wird. Weiterhin ist nur ein kleiner Teil davon – nämlich 20 Millionen Euro – ein Zuschuss. Der Rest ist ein Kredit.

Wenn Sie auch gegen diese 20 Millionen Euro Zuschuss polemisieren wollen, dann haben Sie den Sinn von Entwicklungshilfe nicht verstanden und/oder kennen die europäische Geschichte nicht. Europäische Länder, darunter auch Deutschland, haben über Jahrhunderte Völker Amerikas, Afrikas und Asiens ausgebeutet. Da ist ein bisschen Zuschuss zu Krediten heutzutage das Mindeste.

Andy Vetter schrieb am

Die Antwort des VVO-Sprechers ist vollkommen in Ordnung. Wichtig wäre hier, dass das Bundesverkehrsministerium endlich Mittel für den ÖPNV frei macht und nicht sinnlos in Flugtaxis, E-Fuels oder ähnliches investiert. Leider haben Menschen wie Herr Auxel immer noch nicht verstanden, dass die Entwicklungshilfe in Peru größtenteils Kredite sind, die zurückgezahlt werden.

Ronald Heinzke schrieb am

Einmal weg oder stillgelegt – und es wird sehr schwer, wieder neu mit Reiseverkehr anzufangen. Das schlimmste der Bevölkerung ist, eine Stilllegung zuzulassen. Gerade DER ZVON ist unbelehrbar und an einer Erweiterung, Wiederaufnahme von Schienenverkehr nicht interessiert. Wir kämpften Jahre um die Wiederaufnahme der Gesamtverbindung Bautzen, Wilthen, Neustadt Bad Schandau. Vergeblich. Und das Versprechen vom ZVON, die Busse in gleicher Fahrplanlage der Züge zu realisieren, wurde nie eingehalten.

Heiko Blechschmidt schrieb am

Das Ganze hat weder mit Fahrzeug- und Personalmangel der DB zu tun! Der VVO blockt solche Dinge schon seit Ewigkeiten und möchte laut den Ausschreibungen, dass mit den Oldtimerfahrzeugen weitergefahren wird. Sachsen ist das "Lokomotivenaltersheim" Deutschlands. Wen wundert es, wenn hier nur wenige Enthusiasten arbeiten wollen. Die Bevölkerung wird von CDU und SPD nur belogen und hingehalten, von den jetzigen Pfeifen der Regierung ganz zu schweigen. Hauptsache in den Ballungszentren fährt alles für 49 Euro auf Arbeit und spazieren. Wie viele Hundert Euro der brave, kleine Arbeitgeber im ländlichen Raum in seinen Tank stecken muss, interessiert diese Herrschaften nicht...

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