Kanzlerin thematisiert Hoyerswerdas Demografie

Samstag, 20. Juli 2019

Foto: Bundesregierung / Bergmann

Hoyerswerda. Die demografische Situation der Stadt war kurz Thema bei der jährlichen Sommer-Pressekonferenz von Kanzlerin Angela Merkel. Gefragt nach der Situation in Ostdeutschland 30 Jahre nach der Grenzöffnung kam sie selbst auf die Stadt zu sprechen. Das Protokoll der Bundespressekonferenz gibt ihre Worte so wieder:

Insofern ist es ganz natürlich, dass dann nach 30 Jahren noch einmal gefragt wird, zumal heute die Bevölkerung der neuen Bundesländer ja auch davon geprägt ist, dass eine Vielzahl junger Leute, die im Grunde erfolgreich in die deutsche Einheit hineingewachsen sind, gar nicht mehr dort leben. Wenn Sie sehen, dass Hoyerswerda, glaube ich, ein Durchschnittsalter hat, das ungefähr drei Jahre höher ist als das Durchschnittsalter der Bundesrepublik Deutschland, dann gibt Ihnen das einen Eindruck davon, dass die meisten jungen Menschen aus Hoyerswerda inzwischen in Stuttgart, in Bayern oder sonst wo leben und die Dortgebliebenen sozusagen ihre Enkelkinder irgendwo anders aufwachsen sehen, wodurch dann eine ganz andere Stimmung entsteht. Mir hat neulich in Görlitz jemand erzählt, dass nun die Tochter wiederkomme, nachdem sie viele Jahre lang in den alten Bundesländern gearbeitet hat - das sind so richtig freudige Ereignisse. Das können Sie ökonomisch aber nicht mit Cent und Euro wiedergutmachen, sondern das sind Entwicklungen, an denen wir arbeiten müssen.

Würden die Meisten wohl dem gezeichneten Bild zustimmen, sind die Daten-Details doch andere. Der Altersschnitt in Deutschland lag Ende 2016 bei 44 Jahren, Ende 2014 in Hoyerswerda aber schon bei 52 Jahren - so die letzten verfügbaren Zahlen. (red)

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