Impftermine werden jetzt online vergeben


von Tageblatt-Redaktion

Foto: TB-Archiv / Julia Lindenberger

Hoyerswerda. Menschen, die älter als 80 sind sowie im Gesundheitswesen und in der Pflege tätige Personen können sich für die Immunisierung gegen Sars-CoV-2-Viren in den sächsischen Impfzentren anmelden. Das Land Sachsen weist auf die Freischaltung der Online-Terminvergabe hin - unter:

https://sachsen.impfterminvergabe.de/

Mit dem Beginn der neuen Woche haben die Impfzentren ihre Tätigkeit aufgenommen, darunter auch das in der Sporthalle des Kamenzer Lessing-Gymnasiums. Zur Inbetriebnahme  haben sich Landrat Michael Harig (Mitte), Vizelandrat Udo Witschas (links) und der Kreis-Geschäftsführer des Deutschen Roten Kreuzes, Peter Mark (rechts) dort umgesehen. Das DRK ist für den Betrieb der sächsischen Impfzentren zuständig. (red)

Foto: Kreisverwaltung
Foto: privat

Nachtrag: Das Interesse an Impfterminen scheint recht groß zu sein, denn schon kurz nach Freischaltung wurde wegen ausgelasteter Server um Geduld gebeten.

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Kommentare zum Artikel:

Thomas Petsch schrieb am

Wundert es Euch, nach der monatelangen "Hardcore- Panikmache"?

Frank Niemtz schrieb am

Langsam muss man sich die Frage stellen, was schlimmer ist: Die Coronavirus-Pandemie oder die geistige Unterbelichtung politischer (Fehl-)Entscheidungsträger, beginnend beim Bund über die Länder bis hin zu den Landkreisen und Kreisfreien Städten.

Ich weiß nicht, ob den (Fehl-)Entscheidungsträgern klar ist, dass nicht die überwiegende Zahl der über 80-Jährigen über einen Internetanschluss verfügt (zumal ja Deutschland nicht gerade für flächendeckend schnelles Internet weltbekannt ist) und mit dem Anmeldeprocedere klar kommen würde.

Ihnen hätte aber klar sein sollen, dass entsprechende Server-Kapazitäten bereitgestellt werden müssen, um den zu erwartenden (und nun auch eingetretenen) Ansturm an Anfragen zu bewältigen.
Ihnen hätte – selbst bei eingeschränkter Intelligenz - einfallen können, statt einer Webseite gleich mehrere Registrierungs-Webseiten – gegliedert nach Impfzentren – zu erstellen, denn unsere Senioren werden ganz gewiss so „pfiffig“ sein, sich z.B. beim Wohnort Hoyerswerda in Kamenz und nicht in Dresden zur Impfung anzumelden.
Ihnen hätte auch einfallen können, dass es ein sogenanntes Kern-Melderegister gibt, mit dem man alle Ü80-Einwohner ermitteln könnte, um diese gezielt mittels Brief und Rückumschlag anzuschreiben und zu ermitteln, wer wo geimpft werden will und die Kontaktdaten einzuholen. Und man könnte hier anhand der Melde-Adresse ebenfalls ermitteln, wer in einem Senioren- oder Pflegeheim o.ä. gemeldet ist und diese Bürgerinnen und Bürger herausfiltern.
Ihnen hätte – um es mal herunterzubrechen – einfallen können, einfach mal ihr Hirn einzuschalten, statt öffentlichkeitswirksam ein Impfzentrum zu „besuchen“. Sie wollen hoffentlich nicht damit ausdrücken, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort „keinen blauen Dunst“ davon haben, was sie dort tun / zu tun haben und auf ihre qualifizierten Ratschläge angewiesen sind.

Herr Harig und Herr Witschas: Sie sollten vielmehr mal Ihrem Parteifreund und Ministerpräsidenten „besuchen“ und ihm die Frage stellen, warum – wie vor wenigen Tagen gemeldet - bei einer derart hohen 7-Tage-Inzidenz Sachsen auf den vorletzten Platz bei den erfolgten Impfungen liegt. Das interessiert die Bürger. Und daran werden Sie bei der nächsten Wahl gemessen, nicht an bedruckten Kugelschreibern, bunten Flyern und Fähnchen.

... und: Bevor die „telefonische Terminvergabe“ am Mittwoch beginnt: Sorgen Sie dafür, dass nicht auch diese Leitungen wegen Überlastung zusammenbrechen.

Man kann nur hoffen, dass wir vor weiteren Katastrophen verschont bleiben. Aber wir würden - wenn überhaupt - dann verspätet, davon etwas mitbekommen. Ich sage nur „Warntag 2020“.

Reinhard Ständer schrieb am

An Frank Niemtz: Es ist noch gar nicht sicher, ob ich so "pfiffig" bin und mich in Kamenz impfen lasse. Die Busse nach Kamenz fahren vormittags alle 2 Stunden und nur wochentags. Vorausgesetzt, ich komme da überhaupt mit, denn Gesundheitsministerin Köpping möchte, dass Busse nur zu 25% ausgelastet sind (siehe SZ vom 11.1.), und es wollen ja noch mehr Leute zum Impfzentrum. Wenn ich dann noch einen Impftermin habe, wo ich wegen der Buszeit anderthalb Stunden vor der tristen Turnhalle warten muss, halte ich es für besser, zum Impfen nach Dresden zu fahren. Der Fahrpreis ist der gleiche wie nach Kamenz und die Züge fahren stündlich und jeden Tag.
Na gut, bis zu meinem Impftermin wird wohl noch viel Zeit vergehen...

Frank Niemtz schrieb am

Lieber "Pfeffi", ich denke mal, dass Du dich dann (rein hypothetisch) pfiffigerweise auf einer ggf. vorhandenen Webseite eines Impfzentrums in Dresden um einen Termin bemühen würdest. Ich wünsche Dir, dass Du dann sofort nach der Ankunft Deines Busses - ohne oder mit maximal 5 Minuten Wartezeit - einen Termin zum Impfen hast... Viel Erfolg bei der Terminsuche!
Übrigens: Ich kenne und schätze Dich als Mitmenschen, der konstruktive Vorschläge macht. Warum hast Du hier keinen gepostet?

Reinhard Ständer schrieb am

Lieber Frank, ich wollte nur auf die problematische Busfahrt nach Kamenz aufmerksam machen, für diejenigen, die kein Auto haben. Wie es dann im Frühjahr wird, weiß ich jetzt noch nicht. Bis dahin gibt es sicher mehr Medienberichte zum Thema.

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