Im Industriedreieck Schwarze Pumpe


von Tageblatt-Redaktion

Im Industriedreieck Schwarze Pumpe
Foto: Mirko Kolodziej

Schwarze Pumpe. Hoyerswerda, Spremberg und Weißwasser bilden das Industriedreieck Schwarze Pumpe. Die drei Städte wollen ihre Zusammenarbeit bei der Gewinnung und Sicherung von Arbeitskräften verstärken. Es sind Rentenabgänge auszugleichen und Erweiterungen sowie Neuansiedlungen zu ermöglichen. Die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung ist in Vorbereitung.

Allein für den Industriepark Schwarze Pumpe wird der Bedarf für die nächsten fünf Jahre auf 3.000 Menschen geschätzt. Spremberg will daher im Bereich der ehemaligen Betriebsberufsschule des Gaskombinates ein Internationales Fachkräftekolleg aufbauen – zunächst ein überbetriebliches Praxis-Ausbildungszentrum für alle ansässigen Firmen von der Papierfabrik bis hin zum Rohrbau Weber. (red)

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Kommentare zum Artikel:

Gerhard Kunze schrieb am

…dann wäre das eine von vielen weiteren Kooperationsvereinbarungen zwischen Schwarze Pumpe und Hoyerswerda, die nur auf dem Papier existiert, aber nicht mit Leben gefüllt wird. Symbolpolitik konnte die Stadtspitze schon immer, aber mehr auch leider nicht…noch 6 1/2 Jahre, dann geht das Licht aus im Strukturwandel.

Bernd Moschall schrieb am

Ich habe 1973 im Gaskombinat Schwarze Pumpe die Ausbildung zum Elektromonteur begonnen und auch erfolgreich abgeschlossen. Damals noch in der Waldbaracke und im ehemaligen Wohnlager 2. Das waren auch Baracken. Ich konnte mit ansehen, wie in dieser Zeit mit dem Bau des Ausbildungszentrums begonnen wurde. Nach seiner Fertigstellung suchte man vergebens in Ostdeutschland nach etwas Vergleichbaren. Es gab dort drei Blöcke mit Unterrichtsräumen, verschiedene Labore, Lehrwerkstätten und eine eigene Betriebsküche mit bezahlbaren Speisen. Nach der Wende wurde das alles dem Verfall preisgegeben. Jetzt wird das "Fahrrad" wieder neu erfunden. Es folgt ein teurer Abriss des verfallenen Ausbildungszentrums und ein ebenfalls teurer Neubau. Und wofür? In absehbarer Zeit gehen die Kraftwerke und alle Tagebaue außer Betrieb. Und dann...?

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